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Meine Stadt Hannover: Höhere Brücken für die Stadt
Hannover Meine Stadt Hannover: Höhere Brücken für die Stadt
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08:10 06.03.2017
Die Brücke am Schiffgraben wäre zu niedrig. Quelle: Nancy Heusel
Hannover

Tatsächlich wird diese lichte Höhe heute an vielen Brücken in Hannover nicht erreicht. An der Königstraße beispielsweise könnte schon ein Lastwagen mit mehr als drei Meter Höhe das Bauwerk rammen. Nur ein paar Zentimeter mehr wären es am Schiffgraben. Jeder Ersatz für bestehende Konstruktionen würde das Gesicht der Stadt verändern. Die Bahnen müssten höher gelegt werden, die Anlieger bräuchten neue Lärmschutzwände.

Bis zur Anfrage der NP war die Anordnung aus dem Eisenbahn-Bundesamt Stadtbaurat Uwe Bodemann nicht bekannt. „Die im Stadtgebiet laufenden und geplanten Maßnahmen an DB-Brücken beziehen sich auf die Erneuerung. Das heißt, dass die Brücken in alter Lage und Höhe ersetzt werden. Insofern geht die Stadt davon aus, dass sich nichts verändern wird“, ließ er durch Sprecher Alexis Demos mitteilen.

Diese Zuversicht ist trügerisch. Laut der Verfügung, die der NP vorliegt, gilt die neue vorgeschriebene lichte Höhe auch für „im Gesamtbauwerk zu ändernde Eisenbahnüberführungen“. Nur gut also, dass Pläne zur Sanierung der Brücke Königstraße schon vor der Verfügung entstanden sind. Auch die Brücken „Lange-Feld-Straße“, „Hermann-Löns-Park“ und „Tiergarten“ in Kirchrode, die derzeit erneuert werden, hätten bei späterer Fertigstellung weitaus wuchtiger gewirkt. So aber bleibt das äußere Erscheinungsbild weitgehend erhalten.

Das Eisenbahn-Bundesamt begründet die Verfügung mit Unfallgefahren. „Die Schaffung eines modernen durchgehenden Verkehrswegenetzes auch für hohe Fahrzeuge ohne zu niedrige Eisenbahnüberführungen als einschränkende Zwangspunkte“ sei das Ziel. „Dagegen ist der Wunsch von Gemeinden, den Lastwagenverkehr durch Beschränkung der lichten Höhe zu lenken, nicht schutzwürdig.“ Heißt: Der einzige Ausweg könnte die Tieferlegung von Straßen sein.

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