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GEPLANT: Ein Hotel-Hochhaus mit bis zu 17 Geschossen auf dem Andreas-Hermes-Platz. Einige der Anlieger sind von der Idee allerdings nicht begeistert..

GEPLANT: Ein Hotel-Hochhaus mit bis zu 17 Geschossen auf dem Andreas-Hermes-Platz. Einige der Anlieger sind von der Idee allerdings nicht begeistert..

Bauprojekte

Hannover: Hochhäuser stoßen auf Widerstand

Von einem „neuen Versuch“ sprach Stadtbaurat Uwe Bodemann, als im April im Bauausschuss die Pläne für den Bau eines Studentenwohnheims mit 13 Geschossen in Hainholz vorgestellt wurden. Einige sind schon gescheitert. Hochhausprojekte haben es schwer in Hannover.

Hannover. Zwar gab es aus der Politik viel Rückenwind für das Vorhaben, das ein hannoverscher Investor an der Schulenburger Landstraße auf dem Gelände der früheren Sorst-Fabrik umsetzen will. Doch andernorts stießen Hochhaus-Projekte zuletzt vor allem auf Widerstand. Eines der Firma Gundlach im Pelikanviertel in der List ist schon gescheitert. 18 Stockwerke und eine Höhe von bis zu 50 Metern Höhe sah der Bebauungsplan vor. Mittlerweile hat das Unternehmen davon Abstand genommen.

Auch in der Wasserstadt Limmer sollte es eigentlich höher hinausgehen. Die ersten Entwürfe der 2014 vorgestellten Neuplanung für das Gebiet sahen im nördlichen Teil des ersten Bauabschnittes am Wasser vier achtstöckige Hochhäuser vor. Sie waren einer der Gründe für die massiven Proteste der Bürger – und wurden mittlerweile ebenfalls zu den Akten gelegt.

Kritik gab es auch an dem Hotel-Hochhaus, das der Projektentwickler Bernd Rathenow auf dem Andreas-Hermes-Platz errichten will. Bis zu 17 Geschosse und eine Höhe von 55 Metern soll der Bau haben. Bei der Vorstellung der Pläne im Pavillon gab es allerdings Kritik. Die Sorge: Das Gebäude könnte zu viel Schatten werfen.

Dass es Hochhäuser in Hannover so schwer haben, liegt auch an schlechten Erfahrungen. Wenn es um neue vielstöckige Vorhaben geht, ist schnell die Warnung „Bloß kein zweites Ihme-Zentrum“ zur Hand. Und im Sahlkamp sowie am Canarisweg in Mühlenberg ist im Zusammenhang mit den Hochhäusern dort eher die Rede von sozialen Problemen als von architektonischen Höhepunkten, die das Umfeld bereichern.

Dabei können Hochhäuser genau das sein. „An sich sollte man sie nicht verdammen“, sagt der Bauhistoriker Sid Auffarth. Es gebe auch Hochhäuser, „die wirklich gut funktionieren“. Für den sozialen Wohnungsbau taugten diese aber nicht. „Das ist nicht zu kontrollieren“, warnt Auffarth. Für Büronutzung oder auch für Eigentumswohnungen könnten diese jedoch „eine Option sein“, so der Experte. Es komme „immer darauf an, wie man sie ins Umfeld einbettet“.

Manchmal lohnen sie sich allerdings schlicht nicht. Das Gundlach-Hochhaus im Pelikanviertel scheiterte nicht nur an den Protesten der Anwohner. „Im Wesentlichen haben wir davon Abstand genommen, weil ein Hochhaus in der ursprünglich angedachten Höhe und auf dem jetzt vorgesehenen Grundstück aufgrund des Zuschnittes kaum zu Effizienzvorteilen führt“, erklärt Gundlach-Sprecher Frank Scharnowski.

Von C. Bohnenkamp


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