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Meine Stadt Hannover: Historische Mauer soll weichen
Hannover Meine Stadt Hannover: Historische Mauer soll weichen
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00:15 02.01.2013
Diese Leine-Mauer ist historisch, aber marode.
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Hannover

Stattdessen will die Stadt am Parkplatz gegenüber des Beginenturms eine Treppe hinab zum Wasser verwirklichen. Der Bauhistoriker Sid Auffarth ist entsetzt über diese Pläne. Er wirft der Stadt „Zerstörung von Geschichte“ vor.

Die Altstadt-Leineinsel war bis zum Zweiten Weltkrieg dicht bebaut, wurde dann aber durch die alliierten Luftangriffen größtenteils zerstört. Nach dem Krieg wurde der eine Leinearm zugeschüttet, um Platz für das sechsspurige Leibnizufer zu schaffen. Am verbliebenen Arm ist als letzter Rest der Insel die Mauer am Flohmarkt geblieben.

Dahinter verbargen sich früher die Keller der am Wasser gelegenen Häuser. Fenster- und Türöffnungen sind auch heute noch zu erkennen. Allerdings ist die Mauer in einem sehr schlechten Zustand. Immer wieder bröckelten Steine ab. Für Paddler musste der Bereich gesperrt werden. Die Sanierung wurde immer dringender.

Allerdings war der Bauhistoriker Auffarth bisher immer davon ausgegangen, dass die alte Mauer bei der Sanierung wieder neu aufgebaut würde. „Es ist ein Unding, dass die Spuren der Altstadtinsel nicht bewahrt werden sollen“, klagt Auffarth. Stadtbaurat Uwe Bodemann hingegen verteidigt die Pläne. „Die historische Mauer kann nicht erhalten bleiben“, sagt er. Allerdings sei es vorstellbar, die historischen Steine in Teilen wiederzuverwenden. boh

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