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Meine Stadt Hannover: Hilfe für den Mühlenberg
Hannover Meine Stadt Hannover: Hilfe für den Mühlenberg
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00:16 02.09.2017
SPD: Zusammenhalt im Stadtteil Mühlenberg mit Stefan Schostok, Claudia Bax, Jörg Müller und Stefan Politze. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Der Mühlenberg ist im Umbruch. Vor allem Familien mit kleinen Kindern, darunter viele Flüchtlinge, kamen in den vergangenen Jahren in den Stadtteil. Schulen und Kitas platzen aus allen Nähten. In manchen Klassen sprechen nur wenige Kinder Deutsch. Im Mai wandten sich Eltern der Grundschule Mühlenberg hilfesuchend an die Öffentlichkeit. Nun will Oberbürgermeister Stefan Schostok gegensteuern. „Wir werden die notwendige Infrastruktur innerhalb von anderthalb bis zwei Jahren aufbauen“, versprach er am Montag auf einer Diskussionsrunde der SPD im Ökumenischen Kirchenzentrum Mühlenberg.
Ein konkretes Konzept will der OB in drei Wo­chen vorlegen. So viel vorweg: Beratungsangebote sollen ausgeweitet, die soziale Infrastruktur weiter ausgebaut werden. Auch der eigene kommunale Ordnungsdienst, den die Stadt im Rahmen ihres neuen Sicherheitskonzeptes aufbauen will, soll nicht nur in der City, sondern ebenso am Mühlenberg sowie in anderen Stadtteilen zum Einsatz kommen. Auch wolle er „Antworten geben, wo Kinder einen Betreuungsplatz bekommen sollen.“

Auch für die Polizei ist der Mühlenberg ein Thema. Natürlich habe es „Einfluss auf die polizeiliche Arbeit“, wenn ein Stadtteil einen Migrantenanteil von 62,5 Prozent habe, sagte Jörg Müller, Vizepräsident der Polizei Hannover. Gleichwohl sei der Mühlenberg keineswegs auffällig in Sachen Kriminalität. Eine Aussage, die Müller auch mit Zahlen belegte. Während im Stadtteil 1,4 Prozent der Hannoveraner lebten, würden dort nur 0,8 Prozent der Straftaten im gesamten Stadtgebiet begangen.

Ein größeres Thema sei die „subjektive Si­cherheit“, die von „ganz weichen Faktoren“ ab­hänge. Von Müll, der herumliegt, oder dunklen Ecken im Quartier. Um das gefühlte Sicherheitsempfinden der Bürger am Mühlenberg zu erhöhen, habe sich die Polizei entschlossen, mehr Präsenz zu zeigen. Seit April gibt es einen festen Kontaktbeamten, der sich zum Beispiel auf dem Wo­chenmarkt zeigt. Auch würde nicht nur Streife gefahren, sondern es würden auch gezielt Fußstreifen eingesetzt

Von Christian Bohnenkamp

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