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GERIATRIE IN LANGENHAGEN: Die Klinik soll ins Nordstadtkrankenhaus verlegt werden.

GERIATRIE IN LANGENHAGEN: Die Klinik soll ins Nordstadtkrankenhaus verlegt werden.© Rainer Surrey

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Region

Hannover: Hier hat das Klinikum Defizite

Sie galten als das bestgehütete Geheimnis in der Regionspolitik: die Wirtschaftszahlen der einzelnen Krankenhäuser im Klinikum Region Hannover (KRH). Gestern wurden die Zahlen auf den Tisch gelegt.

Hannover. Gerade die CDU hatte auf die Offenlegung der Gewinne und Defizite gedrängt. Der neue Geschäftsführer?Medizin Matthias Bracht warnt allerdings davor, die Zahlen absolut zu betrachten: „Wir organisieren Medizin im Verbund. Bei den vernetzten Strukturen bringt es wenig, die sehr teure Medizin auf einzelne Standorte zurückzurechnen.“ In 2014 erzielten das Agnes-Karll-Krankenhaus (Laatzen), das Klinikum Großburgwedel, das Klinikum Neustadt und das Robert-Koch-Krankenhaus (Gehrden) positive Ergebnisse.

Wobei das Gehrdener Haus mit einem Plus von fast 4500 Euro pro Planbett am besten dasteht. Im Gegenzug hat das Krankenhaus Springe je Planbett das größte Defizit gemacht (29.506 Euro), gefolgt vom Nordstadtkrankenhaus (19.460 Euro) und der Geriatrie in Langenhagen (14.529 Euro). KRH-Finanzchefin Barbara Schulte erklärt dazu: „Die Zahlen hängen auch mit unserem Vergütungssystem zusammen, das bestimmte Leistungen nicht mehr ausreichend finanziert.“

Gestern erklärten die KRH-Chefs, dass die „Medizinstrategie 2020“ eine Ergebnisverbesserung von 40 bis 45 Millionen Euro bringen soll. „Die vom Aufsichtsrat geforderte Medizinstrategie war längst überfällig“, so Schulte. Im Jahr 2013 hatte das KRH ein Defizit von 20 Millionen Euro erzielt, 2014 liegt es bei 16,7 Millionen Euro. Das Ziel sei, bis 2018 wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Um das zu erreichen, sind einschneidende Maßnahmen geplant. In diesen Tagen schließe die Geburtshilfe im Nordstadtkrankenhaus.

Die operative Gynäkologie und das zertifizierte Brustkrebszentrum ziehen Anfang Mai ins Siloah-Krankenhaus um. Die hochdefizitäre Geriatrie in Langenhagen soll ans Nordstadtkrankenhaus angedockt werden. Noch in diesem Jahr werde das Krankenhaus Springe schließen, bekräftigte Schulte. Im Siloah, im Agnes-Karll-, im Robert-Koch-Krankenhaus und im Klinikum Neustadt sei die Integration einer Akutgeriatrie geplant. Ferner werde das Laatzener Krankenhaus zu einem Endoprothetik-Zentrum (künstliche Hüfte und Knie) ausgebaut werden. Ob die Kliniken in Lehrte und Burgwedel in einem Neubau aufgehen werden, werde derzeit noch geprüft. Bis Ende Mai soll das Konzept für den Neubau fertig sein. Ab Juni befasse man sich dann mit den Kosten. Nebenher werde die medizinische Weiterentwicklung der beiden Standorte im Bestand geplant.


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