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IDEE EINS: Eine Beschriftung der Tunnelaus- und -einfahrt an der Nienburger Straße, die zurzeit mit einem Graffito beschmiert ist

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Sightseeing

Hannover: Herrenhäuser Gärten unter Wert verkauft?

Die Herrenhäuser Gärten zählen zu den Top-Attraktionen Hannovers – Förderer finden sie dennoch unter Wert verkauft. Die „Freunde der Herrenhäuser Gärten“ wollen das mit zahlreichen Ideen ändern.

hannover.  Die Herrenhäuser Gärten gehören seit vielen Jahrzehnten zu den touristischen Anziehungspunkten der Stadt schlechthin. Viele hunderttausende Besucher locken die barocken Gärten jedes Jahr an – 545 000 Besucher kamen 2016, dazu etwa 200 000 zu den verschiedenen Veranstaltungen. Doch im Stadtbild verstecken sich die Gärten eher – meinen die Freunde der Herrenhäuser Gärten. Sie haben jetzt Vorschläge vorgelegt, wie dies geändert werden kann.

Etwa durch eine Beschriftung der Tunnelauffahrt der Straßenbahnlinien 4 und 5 nach Garbsen mit „Herrenhäuser Gärten“ und einer Bemalung der Trogwände dieser Auffahrt nach Motiven von Niki de Saint Phalle – um auf die Grotte hinzuweisen. „Gärtenmeile“ oder „munteres Etikett“ nennt Sepp Heckmann, ehemaliger Messechef und Vorsitzender der Freunde der Herrenhäuser Gärten, die Ideen.

Sie stammen vom Rotterdamer Künstler Andre Dekker, den die Freunde der Gärten Anfang des Jahres beauftragt hatten, sich Gedanken zu machen, wie das Gartenensemble frühzeitig und vor allem einprägsam ins optische Sichtfeld der Öffentlichkeit gerückt werden kann – für Hannoveraner, vor allem aber für auswärtige Besucher.

Weitere Vorschläge: Eine Pflanzenparade für den Umzug der Kübelpflanzen im Frühjahr aus ihren Winterquartieren in die Gärten und zurück in die innerstädtischen Standorte im Herbst. Die Begrünung des Gleisbetts der Straßenbahn im Bereich der Herrenhäuser Gärten und punktuelle Aufwertung der Haltestellen durch Blühpflanzen.

Auch Pflanzenskulpturen im Bereich des Welfenschlosses, dem Hauptgebäude der Uni, schlägt der Künstler vor. „Um die Sichtbarriere durch die Parkplätze aufzulösen“, wie es heißt. Weitere Idee: Am Königsworther Platz soll der Eintritt in das Gartenareal inszeniert werden, und das wieder aufgebaute historische Tor an der Herrenhäuser Allee könnte die Stadt erweitern in Richtung Nienburger Straße mit weiteren Pfosten – um dem Autofahrer zu symbolisieren, dass er sich den Herrenhäuser Gärten nähert.

Sepp Heckmann: „Das Ganze ist von uns als Programm gedacht. Und sicher lassen sich nicht alle Ideen umsetzen. Wir wollten aber einen Denkanstoß geben, wie die Gärten besser dargestellt werden können.“ Immerhin: In einigen Wochen geht der Vorstand der Freunde der Herrenhäuser Gärten in weiterführende Gespräche mit der Stadt.

Von Andreas Voigt


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