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Meine Stadt Hannover: Hausbesitzer erschießt Einbrecher
Hannover Meine Stadt Hannover: Hausbesitzer erschießt Einbrecher
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18:06 09.06.2015
Tatort: An der Lehrter Straße wurde der tödlich verletzte mutmaßliche Einbrecher gefunden. Quelle: Elsner
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Hannover

Ein Werkstattinhaber und Gebrauchtwagenhändler hat in Hannover auf drei mutmaßliche Einbrecher geschossen und einen 18-Jährigen getötet.

Foto: Christian Elsner

Der 40-Jährige hatte nach eigenen Angaben in der Nacht zum Dienstag Geräusche auf seinem Grundstück gehört und war draußen auf drei Unbekannte gestoßen, von denen einer bewaffnet gewesen sein soll. Daraufhin lief er zurück ins Haus zu Partnerin und Kind, holte seine eigene Waffe und gab einen tödlichen Schuss ab, wie die Polizei mitteilte.

Der Mann, der als Sportschütze legal über mehrere Waffen verfügte, wurde vorläufig festgenommen. Geklärt werden müsse, ob es sich wie von dem 40-Jährigen angegeben um Notwehr handele oder ob Untersuchungshaft wegen des Verdachts auf Totschlag beantragt werde, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge.

Nach Abschluss der Vernehmung sagte Klinge, die Aussagen des Mannes müssten nun mit den Ergebnissen der Obduktion und der Spurensicherung abgeglichen werden. Deshalb bleibe der 40-Jährige in der Nacht zum Mittwoch im Polizeigewahrsam.

Die unbekannten mutmaßlichen Einbrecher flüchteten zu Fuß in verschiedene Richtungen. Der Werkstattinhaber alarmierte nach dem Griff zur Waffe die Polizei. Der angeschossene 18-Jährige rannte noch in eine nahe gelegene Straße und brach dort zusammen. Er wurde reanimiert und in einem Krankenhaus operiert, kurz darauf starb er.

Ob die drei Männer tatsächlich versucht hatten, einzubrechen oder auf dem an das Wohnhaus angrenzenden Werkstattgelände etwas zu stehlen, könne er noch nicht sagen, sagte Klinge. Bei dem erschossenen 18-Jährigen wurde kein Einbruchswerkzeug gefunden. Von den anderen beiden mutmaßlichen Einbrechern fehlte trotz einer Großfahndung jede Spur.

"Wir hoffen, dass sie sich melden, um Licht ins Dunkel zu bringen", sagte Klinge.

Der erschossene 18-Jährige stammt aus Moldawien und hatte keinen Wohnsitz in Hannover. Für die deutsche Justiz war er ein unbeschriebenes Blatt, ebenso wie der Werkstattinhaber.

Wie der Bundesverband der freien Kfz-Händler mitteilte, gibt es seit Jahrzehnten immer wieder Raubüberfälle auf Autohändler. Meist hätten diese dramatische Begleitumstände, sagte der Geschäftsführende Vorstand, Ansgar Klein. Von einer besonderen Zunahme könne derzeit allerdings nicht gesprochen werden. dpa

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