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Keine Renovierung

Hannover: Großer Neubau für die MHH

Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) drückt bei dem Neubau der Uni-Kliniken in Hannover und Göttingen aufs Tempo. „Wir können in den nächsten fünf bis sechs Jahren die ersten Kliniken fertiggestellt ha­ben“, sagte sie am Mittwochabend. Der gesamte Umbau der beiden Hochschulkrankenhäuser benötige aber mehr als zehn Jahre. Das Land stellt in einem Sondervermögen 2,1 Milliarden Euro für die Neubauten zur Verfügung.

Hannover. Die erste Vorentscheidung für die MHH ist schon gefallen: „Unsere Medizinplaner haben eine Sanierung der Kliniken ausgeschlossen.“ So bleiben als Möglichkeiten die Neubauten hin zur Karl-Wiechert-Allee (jetziges Parkdeck) oder der Neubau am Stadtfelddamm (Greenfield-Variante). Bei der letztgenannten Option müsse man aber bedenken, dass auch neuere Gebäude (zum Beispiel die Frauenklinik) der Abrissbirne zum Opfer fielen. Ferner müsse ein Nahverkehrsanschluss geschaffen werden. Und man müsse die Kosten im Auge behalten. Sprich: Eine Greenfield-Variante könnte zu teuer werden. Ende August soll das Ergebnis feststehen.

Die ehrgeizigen Pläne will die Ministerin mit einem völlig neuen Organisationsmodell umsetzen. „Wir werden schneller und effektiver“, verspricht sie. Beide Hochschulen erhalten jeweils eine Baugesellschaft mit Ge­schäftsführung und Aufsichtsrat. Ein externes Con­trolling wacht über die Kostenentwicklung und Einhaltung des Zeitplans. Darüber thront ein Zentraler Steuerungsausschuss. Darin sind das Finanz- und Wissenschaftsministerium und die Oberfinanzdirektion vertreten. Ein wissenschaftlicher Beirat berät die Gremien.

„Man muss wissen, wo es perspektivisch mit der Hochschulmedizin hingeht“, meint Heinen-Kljajic. Es gehe nicht nur um eine bauliche Sanierung, sondern auch um eine Neuausrichtung der Medizin. Zu dem neuen Organisationsmodell meint die Wissenschaftsministerin: „Jetzt tragen nicht mehr In­stitutionen, die sich gegenseitig blockieren können, die Verantwortung, sondern Personen.“ Einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP) erteilt die Ministerin eine Absage: „Das kommt für den klassischen Klinikbau nicht in Frage.“

Das Uni-Klinikum Göttingen und die MHH haben beim Ministerium einen Sanierungsbedarf von 2,1 Milliarden Euro angegeben. Das Göttinger Klinikum hat Planungen auf dem Tisch liegen, die ein Volumen von 1,2 Milliarden Euro haben. Heinen-Kljajic: „Es ist normal, dass erst mal ein höherer Bedarf angegeben wird.“ Die MHH könne erst verlässliche Zahlen nennen, wenn klar sei, wo gebaut werde.


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