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© Julian Stratenschulte/dpa

Flüchtlinge

Hannover: Gewaltprävention in Flüchtlingsunterkünften

In Flüchtlingsunterkünften kommt es immer wieder zu Gewalt. Besonders schutzbedürftige Personen wie Frauen und Kinder müssen separiert werden. Die Stadt will jetzt Projekte für Gewaltprävention ermöglichen.

Hannover. Mit einem „Gewaltschutzkonzept“ will die Stadt künftig Eskalationen jeglicher Art in den Unterkünften für Flüchtlinge verhindern. Die Bausteine werden Bestandteil für Ausschreibungen. Betreiber müssen also Gewaltpräventionsarbeit garantieren, um den Zuschlag zu erhalten. Auf Anfrage der CDU-Fraktion berichtete Stadtbaurat Uwe Bodemann, dass besonders schutzbedürftige Personen wie Frauen und Kinder schon derzeit „soweit irgend möglich separiert“ würden. Selbst in den großen Notunterkünften wie dem ehemaligen Oststadtkrankenhaus seien einzelne Etagen nur für Frauen und Kinder zugänglich.

Bei Schließanlagen, die den Eintritt sichern, bleibt es nicht. Zur sozialen Beratung gehört, dass jeder Heimbetreiber die Bewohner über das „deutsche Rechtssystem im Hinblick auf Gleichstellung von Mann und Frau“ aufklärt. Auch die „Strafbarkeit von jeder Form von körperlicher Gewalt und sexualisierter Gewalt“ sei den Flüchtlingen nahezubringen. Im vergangenen Jahr hat es zwei Fälle von Gewalt gegen Frauen in Unterkünften gegeben, die bei der Polizei gemeldet wurden. Die Verwaltung reagierte laut Bodemann sofort – in Form von Hausverboten und Umsetzungen. Einige Wohnheime sind ausschließlich Frauen und Kindern vorbehalten.

von Vera König


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