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Meine Stadt Hannover: Gefängnis für Kinderschänder
Hannover Meine Stadt Hannover: Gefängnis für Kinderschänder
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19:06 20.03.2017
VERURTEILT: Sebastian Z. muss ins Gefängnis. Er hat kleine Mädchen missbraucht.  Quelle: Kutter
hannover

 Sebastian Z. (41) begleitete seine Tochter immer in den Klassenraum der Stöckener Grundschule. Bei dieser Gelegenheit nahm der Familienvater auch gerne andere kleine Mädchen auf seinen Schoß. Jetzt wurde Z. wegen sexuellen Missbrauchs in sechs Fällen zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Im Landgericht kündigte er an, Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen.

Obszöne Fotos

„Die Aussagen der Mädchen waren entscheidend. Sie machten auf das Gericht einen glaubhaften Eindruck“, sagte Gerichtssprecher Hans-Christian Rümke. Und noch ein anderer Beweis überzeugte die Erste Große Jugendkammer. Sebastian Z. hatte 2010 seine damals drei Jahre alte Tochter in obszöner Pose fotografiert. Der Angeklagte hatte zwar das Foto gelöscht. Aber Kriminaltechniker konnte das Bild wieder reproduzieren.

Vor Gericht hatte sich der Angeklagte nicht zu den Vorwürfen geäußert. Er war in zehn Fällen des sexuellen Missbrauchs angeklagt. Zwischen Mai 2010 und August 2016 soll er sich an sieben Mädchen und einem Jungen vergangen haben.

Mädchen gehen zur Lehrerin

Das Ganze kam im Spätsommern 2016 ans Tageslicht, als sich zwei Viertklässlerinnen ihrer Lehrerin und einer Sozialarbeiterin anvertrauten. Der Pädagogin war der Vater wegen seiner auffälligen Nähe zu den Grundschülerinnen bereits aufgefallen. Der Missbrauch hat sich in der Wohnung des Mannes und einem Spielplatz in Herrenhausen zugetragen.

Drei Eltern traten in dem Prozess als Nebenkläger auf. Die Kinder wurden unter Ausschluss der Öffentlichkeit vernommen. Der arbeitslose Angeklagte ist nicht einschlägig vorbestraft. Bei polizeilichen Vernehmungen stellte er die Vorwürfe als „Kampagne missliebiger Eltern“ dar.

Von Thomas Nagel

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