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Gefahr erkannt: An der Albert-Schweitzer-Grundschule in Hannover gab es bereits 2017 Aktionen gegen Elterntaxis. Das Thema bleibt auch 2018 aktuell.

Gefahr erkannt: An der Albert-Schweitzer-Grundschule in Hannover gab es bereits 2017 Aktionen gegen Elterntaxis. Das Thema bleibt auch 2018 aktuell.© Foto: dpa

Elterntaxis

Hannover: Gefährliches Autochaos vor Grundschulen

Immer wieder fahren Eltern in Ronnenberg ihre Kinder direkt bis vor die Grundschule und provozieren damit heikle Verkehrssituationen. Deshalb plant die Polizei Ronnenberg am Montag eine flächendeckende Kontrollaktion gegen diese „Elterntaxis“.

Hannover.  Das Thema „Elterntaxis“ bleibt auch im neuen Jahr aktuell: Am Montag will das Polizei-Kommissariat Ronnenberg Kontrollen vor mehreren Grundschulen durchführen. Der Grund: Immer mehr Eltern fahren ihre Kinder direkt bis vor die Schule – und nehmen gefährliche Verkehrssituationen in Kauf.

„Verkehrswidrig abgestellte oder unmittelbar auf der Fahrbahn haltende Fahrzeuge“, zählt Oliver Müller, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes der Ronnenberger Polizei; die allmorgendlichen Vergehen auf. Bei vereinzelten Kontrollen habe sich den Polizisten ein erschreckendes Bild gezeigt. „Sogar auf Zebrastreifen halten die Eltern, um mal schnell den Nachwuchs abzuliefern. Wir beobachten dieses zunehmende Fehlverhalten mit Sorge.“ Leider würden manche Eltern auch nach Eingreifen der Polizei keinerlei Einsehen für ihr Fehlverhalten zeigen. Mehr noch: „Immer wieder sehen wir, dass Kinder noch nicht einmal angeschnallt sind“, sagt Müller. Deshalb habe man sich jetzt zu dieser konzentrierten Aktion zu Schulbeginn entschlossen.

Ab 7 Uhr will die Polizei mit Unterstützung des Ordnungsamtes am Montag in den Bereichen Ronnenberg, Empelde, Wennigsen, Hemmingen und Gehrden vor den Grundschulen Präsenz zeigen. Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung würden geahndet – mit den entsprechenden Bußgeldern, die auch mal 60 Euro betragen könnTen. „Es geht uns aber nicht darum, die Eltern mit dieser Aktion zu überraschen“, so der Polizist. Sondern eher darum, sie für das Problem „Elterntaxi“ zu sensibilisieren.

In der jüngeren Vergangenheit sei das Verkehrschaos vor den Schulen ohne Unfall vonstatten gegangen. Das sei aber keine Garantie. „Das Durcheinander von Autos und Schülern in der morgendlichen Hektik kann fatale Folgen haben“, warnt Müller. „Und so weit will es wohl keiner kommen lassen.“

Info

Im August 2017 startete die Polizei der Stadt Hannover mit weiteren Partnern ein Pilotprojekt gegen Elterntaxis vor der Albert-Schweitzer-Schule in Limmer. Mit verschärften Kontrollen, Sperrungen und Aufklärungsaktionen ging sie  gegen das Problem vor. Derzeit werde geprüft, ob weitere Schulen in Betracht kommen, dazu will sich die Polizei in den nächsten Tagen äußern. Bereits fest stehe aber, dass das erfolgreiche Projekt fortgeführt werden soll.

Von Simon Polreich


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