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Meine Stadt Hannover: Ganztagsschule statt Hort
Hannover Meine Stadt Hannover: Ganztagsschule statt Hort
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16:42 27.08.2018
PROTEST: Schon 2016 wehrten sich Eltern wie hier von der Albert-Einstein-Grundschule in Laatzen nicht nur in Hannover gegen die Umwandlung von Hortplätzen. Quelle: Junker
Hannover

Noch vor zwei Jahren hieß die Devise: keine Abstriche in der Hortbetreuung. Auch für Familiendezernentin Rita Maria Rzyski sollten Hort und Ganztagsgrundschule keine Konkurrenzsysteme darstellen, sie strebte damals Kooperationen an. Die aktuelle Beschlussdrucksache der Verwaltung zur "Qualitätsoffensive Grundschulkinderbetreuung", am Montag im Jugendhilfeausschuss des Rats vorgelegt, spricht eine andere Sprache –und gibt den Befürchtungen der Eltern, die Ganztagsgrundschule würde zum Abbau von Hortplätzen genutzt, unter Berufung auf das Haushaltskonsolidierungskonzept neue Nahrung. Diskutiert wurde das Thema noch nicht, da die CDU es in die Fraktion gezogen hat.

Es geht dabei um die Zusammenführung von Horten und Ganztagsgrundschulen, um die vorhandenen Räume für die Ganztagsschule zu nutzen. So soll zusätzlicher Raumbedarf - und damit entsprechende Kosten - vermieden werden.

In 16 bestehenden Grundschulen sind 25 außerschulische Betreuungsgruppen mit insgesamt 484 Plätzen untergebracht, neben den Horten auch die sogenannten Innovativen Modellprojekte und Schulergänzende Betreuungsangebote. Das kostet die Stadt jährlich mehr als 1,6 Millionen Euro. Für die Überführung dieser Angebote in die Ganztagsgrundschule solle jeweils standortspezifisch mit den Beteiligten ein Konzept erarbeitet werden.

Mittelfristig ist die Einrichtung von sieben weiteren Ganztagsgrundschulen geplant, an denen es 19 außerschulische Gruppen mit insgesamt 364 Kindern gibt. Hier beträgt der jährliche Aufwand der Stadt etwas mehr als 1,1 Millionen Euro. Hier sollen frühzeitig vorbereitende Planungsgespräche geführt werden, damit diese Einrichtungen gleich mit Beginn der Ganztagsschule in deren Betrieb überführt werden können.

Die Verwaltung geht davon aus, dass der Bedarf an Hortplätzen auch außerhalb der Schulgebäude angesichts der Qualitätsverbesserung der Ganztagsschulen weiter schwinden wird, was einen zusätzlichen Einspareffekt bedeutet: Schließt ein Hort, der an einer Kita angeschlossen ist, so können dessen Räume für den Ausbau der Betreuung der Vorschulkinder genutzt werden. Pro neugebauter Kita-Gruppe könnten so etwa 750 000 Euro gespart werden.

Seit 2016 wurden bereits 226 Hortplätze umgewandelt, bis Ende 2019 sollen es insgesamt 428 sein. Dadurch werden insgesamt 157 Krippen- und 124 Kindergartenplätze entstanden sein.

Von Andreas Krasselt

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