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Meine Stadt Hannover: Friedlicher Protest gegen AfD-Parteitag
Hannover Meine Stadt Hannover: Friedlicher Protest gegen AfD-Parteitag
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16:02 28.11.2015
Die Teilnehmer der Demonstration des Bündnisses "Bunt statt Braun" gegen den 4. Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) stehen auf dem Theodor-Heuss-Platz am HCC.
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Hannover

Vor dem HCC versammelten sich die Demonstranten zu einer Kundgebung mit verschiedenen Redebeiträgen. Die Polizei begleitete den friedlichen Protest mit "angemessenem Personaleinsatz", wie eine Sprecherin sagte. Die Veranstalter sprachen von rund 1.600 Teilnehmern.

Foto: dpa

Die Veranstaltung solle ein Zeichen setzen für Mitmenschlichkeit und eine solidarische und bunte Gesellschaft, sagte Hartmut Meine von der IG-Metall: "Wir stehen hier für eine humane Zivilgesellschaft, die Fremden in Not hilft. Eine Gesellschaft, in der Antisemitismus und Islamfeindlichkeit keine Chance haben." Die AfD versuche, Ängste zu schüren gegen über Flüchtlingen, anderen Religionen oder anderen Lebensweisen, ergänzte Meine. Die Partei mache weder Vorschläge, wie die Gesellschaft künftig zusammenleben solle, noch habe sie ein Programm, um die soziale Gerechtigkeit zu stärken: "Wir brauchen die AfD hier nicht und sagen an die Adresse der Delegierten der AfD: Wir wollen euch hier in Hannover nicht haben."

Heinz-Dieter Braun sagte als Sprecher verschiedener Bündnisse gegen Rechts, es dürfe keine demokratische Gleichbehandlung für menschenfeindliche Propaganda geben, "auch nicht für eine rassistische Alternative, die mit Schlips und Kragen in Parlamente einziehen will." Über 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges habe es Deutschland nicht geschafft, die Ideologie des größten Menschheitsverbrechens zu beseitigen.

Vor dem Parteitag war es zu Konflikten gekommen. Am Donnerstag war bekanntgeworden, dass ein Hotel in Hannover Buchungen von Parteimitgliedern storniert hatte. Die Hotelleitung begründete dies mit Sicherheitsbedenken im Blick auf die Demonstration gegen den Parteitag. Initiiert hatte den Protest ein Bündnis, in dem unter anderem Kirchen, Parteien und Gewerkschaften engagiert sind. epd

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