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Meine Stadt Hannover: Friedliche Proteste zur AfD-Kundgebung
Hannover Meine Stadt Hannover: Friedliche Proteste zur AfD-Kundgebung
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17:41 10.09.2016
Quelle: Dillenberg
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Hannover

Die Polizei hatte vorab einen Sicherheitsbereich am Rathaus eingerichtet, auch wenn auf beiden Seiten die Kundgebungen ohne große Krawalle abliefen. Zeitweise war die Fahrbahn vor dem Rathaus in Richtung Aegi für den Verkehr gesperrt - die Demonstranten standen auf der Straße. Es konnte also zu Behinderungen und Stau im Stadtgebiet kommen.

Die Kundgebung der AfD hatte wie geplant gegen zwei Uhr begonnen - mit dem Niedersachsenlied von Heino. Dazu gab es zahlreiche Pfiffe der Gegendemonstranten. Die Polizei forderte aus Sicherheitsgründen alle auf, Glasflaschen und Dosen auf der Rasenfläche abzustellen. Um Ausschreitungen zu verhindern, war die Polizei mit einem Großaufgebot zum Rathaus gekommen.

Um nicht direkt auf die Gegendemonstranten zu treffen, mussten die Anhänger der AfD über Umwegen zur Versammlung. Die Stimmung wurde immer wieder lauter, blieb aber weitgehend friedlich. Als Frauke Petry für ihre Rede die Bühne betrat, begann ein lautes Pfeifkonzert und massive Buhrufe. Zwischendurch musste sie ihre Rede für einige Minuten aufgrund der Lautstärke unterbrechen.

Unter die zwischenzeitlich rund 350 Teilnehmer hatten sich auch etwa zwei Dutzend AfD-Gegner gemischt. Sie versuchten, Petrys Rede mit ironischem Beifall und lauten Zwischenrufen zu stören. Auf Bitten der Veranstalter schloss die Polizei schließlich 17 Menschen von der Kundgebung aus.

Nach gut einer Stunde am Trammplatz hatte sich die Zahl der Gegendemonstranten etwas verringert, der harte Kern stand aber weiterhin direkt hinter der Absperrung und rief "Nazis raus". Immer wieder kam es zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Unterstützern der Partei, wie die Polizei mitteilte. Kurz vor vier Uhr wurde die Versammlung von der Polizei offiziell für beendet erklärt, auch die ersten AfD-Anhänger verließen den Platz. Einige Minuten später konnten die ersten Autos wieder über den Friedrichswall fahren.

von Sabrina Friedrich

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