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Meine Stadt Hannover: Freibäder freuen sich über den Rekord-Sommer
Hannover Meine Stadt Hannover: Freibäder freuen sich über den Rekord-Sommer
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00:17 15.08.2018
Zwei Mädchen kühlen sich im Annabad ab. Quelle: Dröse
Hannover

Durchatmen. Diese Woche bleiben die Temperaturen mal unter der 30 Grad Marke. Sommerlich warm bleibt es trotzdem. Das freut vor allem die Betreiber der Freibäder in Stadt und Region.

„Das ist Allzeitrekord“, sagt Horst Schröder, Geschäftsführer des Annabades. „Letzten Mittwoch haben wir hier den 200 000 Besucher geehrt. Das ist wirklich eine tolle Sache“, freut er sich. Ob es mit der Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr klappt, ist noch unklar. 123 000 waren es in 2017. Dennoch, der Wert aus dem Rekordsommer 2003 wird wohl übertroffen werden. Damals kamen 210 000 Badefreunde ins Annabad.

Besucherzahlen teilweise vervierfacht

Auch die drei städtischen Freibäder weisen einen wahren Besucherboom auf. Im Naturbad Hainholz kamen 2017 6871 Gäste, bisher waren es bereits mehr als 25 000 – eine Vervierfachung wird noch erreicht werden. Mehr als verdoppelt haben sich die Zahlen auch im Misburger Bad: 15 413 kamen in 2017, dieses Jahr waren es mehr als 31 000. Und auch im Lister Bad wurde dieses Jahr die 100 000-er Marke deutlich geknackt. Mehr als 142 000 Gäste waren es bislang in 2018, ein Jahr zuvor nur 73 400.

Rekorde trotz höherer Eintrittspreise

Was macht die Stadt mit den Gewinnen aus den Eintrittsgeldern? Immerhin wurden die Preise für einen Besuch im Freibad vor dieser Saison vielerorts deutlich angehoben. Im Lister Bad zahlt ein Erwachsener 4,50 Euro. „Die Einnahmen fließen dem allgemeinen Haushalt zu und unabhängig von Besucherzahlen wird laufend in die Unterhaltung und Attraktivitätssteigerung der Bäder investiert“ erklärt Stadtsprecher Udo Möller.

Auch am Sonntag nutzten wieder viele Menschen den wolkenfreuen Himmel aus und kamen ins Freibad. „Wir waren dieses Sommer bestimmt 15 bis 20 Mal hier. Aber auch in Seen, im Mittellandkanal und im Hainhölzer Bad“, erzählt Daniela Prinz. Gemeinsam mit ihrem Mann und den drei Kindern genoss sie den Sonntag im Lister Bad.

Das braucht es, um Gewinne zu erzielen

„Freibäder funktionieren immer dann, wenn es konstant 27 Grad sind, der Himmel wolkenlos ist und das Wetter so mindestens drei Tage am Stück bleibt“, sagt Ingo Haselbacher. Er ist Geschäftsführer des Spaßbades in der Wedemark. Genaue Zahlen liegen ihm noch nicht vor, doch „eine Verdopplung hat auf jeden Fall stattgefunden. Mehr als 100 000 Leute waren schon da. Aber die letzten Jahre waren schwierig“, gibt Haselbacher offen zu.

Auch Horst Schröder erzählt, dass das Annabad letztes Jahr 30 000 Euro Verlust ausgleichen musste. „Dafür lief es dieses Jahr umso besser,“ Er ist sicher: „Die Saison geht noch bis zum 3. Oktober, da wird der Rekord fallen.“

Von Timo Gilgen

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