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Meine Stadt Hannover: Flamingo-Verfahren gegen den Zoo eingestellt
Hannover Meine Stadt Hannover: Flamingo-Verfahren gegen den Zoo eingestellt
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00:19 29.03.2018
ARTGERECHT: Auch der Bruterfolg der Flamingos in Hannover zeigt nach Ansicht der Staatsanwaltschaft davon, dass das Wohlbefinden der Tiere nicht beeinträchtigt ist. Quelle: Dröse
HANNOVER

 Die Staatsanwaltschaft Hannover hat nach den Ermittlungen wegen der vermeintlichen Elefantenmisshandlung nun auch das zweite Verfahren gegen den Zoo Hannover eingestellt. Erneut hatte die Tierrechtsorganisation Peta Anzeige erstattet, diesmal wegen des Beschneidens der Fe­dern von Vögeln wie Flamingos und Pelikanen.

Peta war deswegen bundesweit gegen insgesamt 20 Tierparks vorgegangen, in denen bestimmten Vogelarten die Flügel gestutzt werden, um sie am wegfliegen zu hindern. „Den Wasservögeln wird auf grausame Art und Weise ihre natürliche Fortbewegung verwehrt, nur um sie den Besuchern in Freianlagen nett zu präsentieren“, hatte Fachreferentin Yvonne Würz die Kampagne begründet.

Doch von Grausamkeit oder gar Tierquälerei kann nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Hannover keine Rede sein. Auf Grund der fachbehördlichen Stellungnahme sei ein strafrechtlich relevantes Verhalten nicht festzustellen, so Behördensprecherin Kathrin Söfker. Die Beschneidungen seien schmerzfrei und würden etwa dem Schneiden von Nägeln oder Haaren beim Menschen entsprechen. „Da sie im Rahmen der jährlichen Gesundheitsuntersuchungen durchgeführt werden, entsteht den Vögeln auch kein zusätzlicher Stress.“ Das Verfahren sei artgerecht.

Betroffen seien Arten, die auch in freier Wildbahn nicht ständig fliegen würden. „Die Vögel sind in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich beeinträchtigt“, betonte Söfker. Was sich auch an ihrem natürlichen Balzverhalten und dem Bruterfolg zeige. „Es liegt keine Straftat wie Tierquälerei oder ähnliches vor.“

Von Andreas Krasselt

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