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Meine Stadt Hannover: Feuer in Wohnhaus war Brandstiftung
Hannover Meine Stadt Hannover: Feuer in Wohnhaus war Brandstiftung
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15:55 23.08.2017
NICHT MEHR BEWOHNBAR: Wohnhaus an der Celler Straße. Quelle: Elsner
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Hannover

Sechs Bewohner, darunter ein Baby und ein Kleinkind, wurden wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser gebracht, zehn weitere am Unglücksort von Notarzt und Sanitätern untersucht. Feuerwehrleute hatten den Brand schnell gelöscht. Zunächst ist das Gebäude nicht mehr bewohnbar – mehr als 100000 Euro Schaden.

Die Polizei geht von Brandstiftung aus und sucht Zeugen. Der Mieter (32) der betroffenen Wohnung war laut Polizei zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht zu Hause.

Gegen 23.40 Uhr waren in der Regionsleitstelle mehrere Notrufe wegen des Brandes einer Wohnung im zweiten Obergeschoss eingegangen. „Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte nur vier Minuten später schlugen bereits Flammen aus dem Fenster der Brandwohnung“, teilte Feuerwehrsprecher Michael Hintz mit. „Auf den Balkonen von Nachbarwohnungen befanden sich mehrere Personen, die um Hilfe riefen. Umgehend erfolgte die Personenrettung über eine Drehleiter. Weitere Personen wurden von Atemschutztrupps mit Brandfluchthauben durch den stark verrauchten Treppenraum ins Freie geführt oder konnten sich selbstständig retten.“ Ein Bewohner wurde mit einer Drehleiter von einem Balkon gerettet.

Nach 20 Minuten war das Feuer weitgehend gelöscht. Anschließend suchten Feuerwehrleute mit Wärmebildkameras nach Glutnestern. Außerdem kontrollierten die Helfer jede Wohnung des viergeschossigen Gebäudes. „Dabei war es erforderlich, einige Wohnungstüren gewaltsam zu öffnen“, so Hintz. Zwei Männer (51/54) sowie eine Familie mit einem acht Monate alten Jungen und einem Mädchen (20 Monate) wurden in Kliniken gebracht – Verdacht auf Rauchgasvergiftung.

Das Gebäude ist laut Feuerwehr vorerst nicht bewohnbar. Sprecher Hintz: „Für zehn Bewohner, die keine andere Möglichkeit der Unterbringung fanden, erfolgte mit Unterstützung des Wohnungsamtes eine Unterbringung in einer Unterkunft.“

Die Feuerwehr war mit 58 Kräften und 22 Fahrzeugen am Unglücksort. Eingesetzt wurden zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr und die Ortsfeuerwehr Linden. Zeugenhinweise an die Kripo, Telefon 05 11/109 55 55.

Von Andreas Körlin

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