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Meine Stadt Hannover: Falsche Polizisten erbeuten 34 000 Euro
Hannover Meine Stadt Hannover: Falsche Polizisten erbeuten 34 000 Euro
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14:17 12.09.2018
Hannover

Falsche Polizisten haben einen Rentner am Vinnhorster Weg am Dienstagabend um 34.000 Euro geprellt.

Nach den bisherigen Ermittlungen hatten die Gauner erstmals Montagnachmittag mit ihrem Opfer Kontakt aufgenommen. Sie riefen ihn an, gaben sich als Polizeibeamte aus und teilten ihm mit, dass sein Name auf einer Liste auftauche, die einige gerade festgenommene Verdächtige bei sich getragen hätten. Diese mutmaßlichen Betrüger stünden auch im Kontakt zu seiner Bank, eine Mitarbeiterin sei in den Fall verwickelt.

Nun baten die Täter den Senior um seine Unterstützung. Zur weiteren Aufklärung sollte er Geld abheben. Ein Polizeibeamter würde es dann aus seiner Wohnung abholen. Das Opfer spielte mit. Als der angebliche Polizist am Dienstagabend gegen 22 Uhr an seiner Wohnungstür klingelte, übergab er ihm die abgeholte Summe zusammen mit weiterem Bargeld, dass er noch in seiner Wohnung hatte. Insgesamt ergaunerte der Betrüger so 34 000 Euro, mit denen er sich in unbekannter Richtung absetzte. Erst, als die vermeintlichen Ermittler das Geld nicht wie vereinbart zurückbrachten, wurde das Opfer misstrauisch. Er wählte den Notruf.

Der falsche Polizist ist etwa 30 bis 35 Jahre alt, ungefähr 1,80 Meter groß und von sportlicher Figur. Bekleidet war der Dunkelhaarige mit einem hellen Hemd und Turnschuhen. Hinweise an den Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0511/109 55 55.

Tipps der Polizei

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Rentner auf falsche Polizisten hereingefallen ist. Diese Masche ist gerade in jüngster Zeit wiederholt angewandt worden – nicht immer mit Erfolg. Daher gibt die Polizei einige Tipps, wie man solche Betrügereien verhindern kann:

Machen Sie am Telefon keine Angaben zu Ihren Vermögensverhältnissen, Kontoverbindungen oder anderen persönlichen Daten – Polizeibeamte erfragen personenbezogene Daten niemals am Telefon!

Lassen Sie sich durch trickreich aufgetischte Lügengeschichten nicht einschüchtern oder gar verängstigen.

Gehen Sie in keinem Fall auf Geldforderungen oder die Übergabe von Wertgegenständen ein!

Überprüfen Sie sorgfältig Polizeiausweise, und fragen Sie im Zweifel bei Ihrer örtlichen Dienststelle nach. Lassen Sie keine Fremden in Ihr Haus oder Ihre Wohnung!

Setzen Sie sich mit Ihrer örtlichen Dienststelle in Verbindung, wenn Sie einen Anruf von einem mutmaßlichen Polizisten erhalten haben, oder wählen Sie den Notruf!

Klären Sie als Bankmitarbeiter bei Verdachtsfällen im Rahmen Ihrer Möglichkeiten Ihrer Kundinnen und Kunden auch über diese Masche auf und informieren Sie noch vor Auszahlung auffällig hoher Geldsummen die Polizei!

Von Andreas Krasselt

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