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Meine Stadt Hannover: Fahrbahnspuren für Radfahrer
Hannover Meine Stadt Hannover: Fahrbahnspuren für Radfahrer
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02:15 30.06.2017
   Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

 Was tun gegen die immer noch zu hohen Schadstoffwerte in Hannovers Luft? Für die Grünen-Landtagsabgeordnete Maaret Westphely steht fest: Auch die Stadt kann und muss an der Lösung des Problems arbeiten.

Sie fordert, dass „kurzfristig Maßnahmen für den Gesundheitsschutz der Menschen getroffen werden“. Unter anderem, indem an Tagen, an denen Grenzwertüberschreitungen drohen, die Nutzung der Busse und Bahnen der Üstra kostenlos freigegeben wird. „Wir müssen Alternativen zum Auto bieten“, so Westphely.

Zwar räumt auch sie ein, dass es Menschen gibt, die auf das Kraftfahrzeug angewiesen sind, „aber viele könnten darauf verzichten“, sagt die hannoversche Landtagsabgeordnete, die ihre Partei auch im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr vertritt.

Um auch das Fahrrad als Verkehrsmittel attraktiver zu machen, will Westphely Fahrspuren des Cityrings rot markieren und damit zu Radwegen machen. Auch auf der Hildesheimer Straße wünscht sie sich das, um zügiger den geplanten Radschnellweg nach Laatzen umsetzen zu können. Das gilt auch für die Vahrenwalder Straße, wo – geht es nach den Grünen – ebenfalls auf einer Fahrbahnspur der Autos ein Radschnellweg eingerichtet werden soll.

„Wir wollen verhindern, dass uns Gerichte zwingen, dass ganze Streckenabschnitte gesperrt werden“, warnt Westphely, die Stadt und Region auffordert, „selbst aktiver zu werden“. Die Stadt will ihren neuen Luftreinhalteplan im Herbst vorlegen. An Spekulationen zu möglichen Maßnahmen wolle man sich „nicht beteiligen“ heißt es. Auch verweist die Verwaltung darauf, dass bei den in Hannover kritischen Stickoxiden gar keine Tagesgrenzwerte eingehalten werden müssten, gegen die an einzelnen Tagen Maßnahmen nötig wären.

 Die Region sieht ebenfalls einige Fragen, die zu klären wären. Zum Beispiel müssten kurzfristig größere Kapazitäten bei Bussen und Bahnen zur Verfügung gestellt werden, wenn diese an einzelnen Tagen kostenlos fahren sollen. Diese hätten auch Mehrkosten zur Folge. Hinzu kämen noch Mindereinnahmen bei den Fahrscheinerlösen, die ebenfalls finanziert werden müssten.

Von C. Bohnenkamp

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