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Meine Stadt Hannover: Es wächst ein Turm am Zoo
Hannover Meine Stadt Hannover: Es wächst ein Turm am Zoo
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00:16 18.03.2017
BAUARBEITEN: In das Fundament des großen Rundturms flossen 135 Kubikmeter Beton.   Quelle: Foto: Hagenmeyer
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Hannover

 Es hat eine Weile gedauert, doch nun gehen die Arbeiten sichtbar voran. Am Mittwoch, 15. März, ist das Fundament für das große Zoo-Panorama gegossen worden. Die Eröffnung im Herbst rückt näher.

Ursprünglich war dafür bereits der vergangene Dezember vorgesehen gewesen. Doch vor der Genehmigung des Bauantrags mussten für das Projekt in direkter Eilenriedenähe etliche naturschutzrechtliche Fragen geklärt werden. Dann war Anfang März angepeilt gewesen, jetzt wird es Herbst.

Doch dann wird die Besucher eine außergewöhnliche Attraktion erwarten, das erste Panorama in Norddeutschland: ein riesiges Rundumbild unter dem Titel „Amazonien – Faszination tropischer Regenwald“. Der Künstler Yadegar Asisi hat dafür mehr als 20 000 Fotos in Amazonien gemacht, aus denen er das 360-Grad-Panorama mit einem Umfang von 110 Metern zusammenstellte

Das Rundumbild lässt sich von den Plattformen in sechs, zwölf und 15 Metern Höhe aus den unterschiedlichsten Perspektiven betrachten. Die Besucher können so in auf ungewöhnliche Weise in die Lebenswelt des Regenwalds regelrecht eintauchen, verspricht der Künstler.

Yadegar Asisi schafft mit den 360-Grad-Panoramen weltweit Publikumserfolge. Sein Pergamon-Panorama wurde in Berlin während eines Jahres fast von einer Million Menschen besucht. Er hat Panoramen in Leipzig, Dresden, Pforzheim und mit dem Projekt „Die Mauer“ erneut in Berlin etabliert. Auch im französischen Rouen lockt ein historisches Panorama Touristen wie Einheimische. Im vergangene Jahr wurde zum Lutherjubiläum in Wittenberg das Panorama „Luther“ eröffnet.

Auch der Zoo Hannover erhofft sich von der Attraktion einen zusätzlichen Besuchsanreiz. Für das Kunstwerk wird direkt neben dem Tierpark ein zylindrischer Baukörper mit blattgrüner Farbgebung errichtet. Der Turm wird 32 Meter hoch sein.

In der Mitte des Turms werde eine Treppe nach oben führen, mit Plattformen jeweils auf sechs, zwölf und 15 Metern Höhe. Dazu gebe es visuelle und akustische Effekte, die einen 24-stündigen Tag im Regenwald simulieren. Im Eingangsbereich werden 100 Sitzplätze entstehen, Raum auch für Filmvorführungen wie den Streifen „24 Stunden im Leben einer Ameise“.

Der Turm soll insgesamt fünf Jahre stehen bleiben. In dieser Zeit wird es einen Ausstellungswechsel geben, wahrscheinlich wird das nächste Thema das Great Barrier Reef sein. Nach dieser Standzeit soll der Turm auf eine Höhe von 14 Metern zurückgebaut und als Tierbereich genutzt werden.

Der Besuch des Panoramas ist nicht im Zooeintritt enthalten, es soll allerdings günstige Kombi-Tickets geben.

Von Andreas Krasselt

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