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Meine Stadt Hannover: Erster Spatenstich für die Wasserstadt Limmer
Hannover Meine Stadt Hannover: Erster Spatenstich für die Wasserstadt Limmer
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00:16 08.04.2017
ENDLICH: Bauunternehmer Günter Papenburg (rechts) setzte mit OB Stefan Schostok den ersten Spatenstich für die Wasserstadt.   Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

 Einen langen Atem hat er gehabt, schon einen hohen zweistelligen Millionenbetrag investiert. Nun scheint Bauunternehmer Günter Papenburg allerdings doch noch die Früchte seiner Mühen ernten zu können. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Stefan Schostok setzte er am Mittwoch den Spatenstich für den ersten Bauabschnitt der Wasserstadt Limmer. 18 Jahre nach dem Aus der Conti-Produktion. 15 Jahre, nachdem er selbst in das Projekt eingestiegen war.

2002 war das, zusammen mit zwei weiteren Gesellschaften. Die machten den Absprung. Papenburg blieb. Er ließ den Großteil der alten Fabrikbauten auf dem Gelände abreißen, tauschte mehrere Hunderttausend Kubikmeter kontaminierten Bodens aus und musste schließlich noch mit ansehen, wie das Vorhaben auf heftigen Widerstand von Anliegern stieß, weil 2014 – nach einer Neufassung der Pläne – plötzlich bis zu 5000 Menschen auf dem Areal leben sollten.

Bis alles so fertig ist, wird es noch dauern. Quelle: Stadt Hannover

Ein Bürgerdialog musste her. Viel wurde diskutiert. Mittlerweile ist noch von 1800 Wohnungen für 3500 Menschen die Rede. Davon 500 Wohnungen für bis zu 1500 im ersten Bauabschnitt, der in den nächsten vier Jahren entstehen soll. Viel Zeit habe man schon verloren. Nun hofft Papenburg, „dass Genehmigungen schneller erteilt werden“. Er verspricht ein „neues, attraktives Wohn- und Arbeitsquartier“ und rechnet damit, dass auf der Fläche insgesamt rund „eine Milliarde Euro“ umgesetzt werden.

Auch Oberbürgermeister Schostok freut sich nicht nur „auf ein Projekt, mit dem wir dem deutlich gestiegenen Bedarf an Wohnraum begegnen können“. Er hofft auch auf neue Arbeitsplätze.

Im ersten Bauabschnitt im östlichen Teil des Geländes sollen vor allem hannoversche Wohnungsunternehmen zum Zuge kommen. Unter anderem die städtische Wohnungsbaugesellschaft GBH. Ein „Handschlagagreement“ gebe es schon, berichtete GBH-Chef Karsten Klaus der NP. Mit 130 Wohneinheiten wird sein Unternehmen schon ein großes Stück des Ku­chens im ersten Bauabschnitt abbekommen. Geplant seien – neben Mehrfamilienhäusern – auch Reihenhäuser, Gewerbe sowie eine Kindertagesstätte.

Laut Martin Pietsch, Geschäftsführer der Wasserstadt Limmer Projektentwicklung GmbH, sollen die Verträge in den nächsten acht Wochen in trockenen Tüchern sein. Zunächst werden die Straßen ge­baut und Leitungen im ersten Bauabschnitt verlegt. 2018 soll dann der Hochbau beginnen. „Bezahlbaren Wohnraum wird es geben, aber auch exklusive Penthouse-Wohnungen. Es darf bunt werden“, kündigte Pietsch an.

Von Christian Bohnenkamp

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