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friedliches GETÜMMEL: Die allermeisten Besucher flanierten in heiterer Stimmung übers Fest, Aggressionen blieben die Ausnahme. Der extra eingerichtete Radweg (kleines Foto) wurde gut angenommen.

friedliches GETÜMMEL: Die allermeisten Besucher flanierten in heiterer Stimmung übers Fest, Aggressionen blieben die Ausnahme. Der extra eingerichtete Radweg (kleines Foto) wurde gut angenommen.
 © Fotos: Dröse

Maschseefest

Hannover: Eine friedliche Seesause

Das Maschseefest 2017 ist vorbei – es endete am Sonntag mit wechselhafter Bilanz. 1,6 Millionen Gäste waren insgesamt am See.

Hannover. Gesperrte Zu­gangsstraßen an den Wochenenden, eine permanente Polizeiwache am Nordufer, eine erhöhte Polizeipräsens – offen und verdeckt –, dazu ein Ausschankverbot ab ein Uhr morgens und zwei Uhr an den Wochenenden: Diese Maßnahmen haben nach Angaben der Polizei dazu geführt, dass das Maschseefest 2017 in nahezu allen Bereichen der Kriminalität im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser abgeschnitten hat. Einzige Ausnahme: Die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz nahmen um 60 Prozent zu – es wurde offenbar viel gekifft am See. Und das fiel wegen der hohen Polizeipräsenz diesmal auf.

Kriminaloberrat Markus Kiel stellte die Zahlen bei einer vorläufigen Bilanzpressekonferenz gestern vor. Kiel resümierte: „Es hat zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefährdungslage für das Maschseefest vorgelegen. Wir mussten aber nach den Anschlägen in Europa und gerade erst wieder nach Barcelona immer von einer ab­strakt hohen Gefährdungslage ausgehen.“ Deshalb habe man zusammen mit der Stadt und dem Maschseefest-Veranstalter ein spezielles Sicherheitskonzept für die 19 Tage ausgearbeitet. „Es war ein friedliches, sicheres und schönes Fest. Für uns wegen der langen Dienstzeiten am See aber auch anstrengend“, so Markus Kiel weiter.

In Zahlen ausgedrückt liest sich das Maschseefest 2017 im Vergleich zum Vorjahr so: Taschendiebstähle gingen von 28 auf 16 Fälle zurück, Diebstahlsdelikte allgemein von 68 auf 51 Vorfälle. An Körperverletzungen registrierten die Beamten 39 Fälle, ebenfalls ein Rückgang im Vergleich zu 53 im vergangenen Jahr. Deutlich rückläufig auch die Sachbeschädigungen: Nur zwölf Fälle wurden gemeldet – 32 waren es 2016 gewesen. Dazu Kiel: „Das hängt in erster Linie mit dem Ausschankverbot zu­sammen. Die Leute haben weniger getrunken.“

Problembereiche aus Polizeisicht waren die „Nordkurve“ mit der Veranstaltungsreihe „200 Ponies“ und der „Groove Garden“, die beide nicht Teil des Maschseefestes sind. Hier habe es keinen Ausschankstopp gegeben – mit negativen Auswirkungen. „Das Aggressionspotenzial dort war hoch. Durch unsere Präsenz konnten wir aber vieles im Vorfeld schlichten“, berichtete Kiel. Man wolle jetzt auf die Veranstalter einwirken und ab 2018 feste Schließzeiten vereinbaren. 20 Prozent aller Maschseestraftaten passierten nach dem Ausschankstopp, so die Polizei.

Regen verwässert Bilanz

Wir sind nicht zufrieden. Wir haben gedacht, dass wir die Zahlen von 2015 erreichen, da lagen wir bei rund 2,2 Millionen“, bilanzierte Hans Nolte, Chef der Hannover-Veranstaltungs-GmbH (HVG), die das Maschseefest ausrichtet. Tatsächlich wurde dieses Ziel deutlich verfehlt: Rund 1,6 Millionen Besucher an den vergangenen 19 Tagen gab die HVG gestern als offizielle Besucherzahl an.
Ein sommerlicher Auftakt  mit milden Abendtemperaturen hatten dem 32. Maschseefest zu­nächst einen guten Start beschert – etwa 900 000 Besucher zählte die HVG nach neun Tagen. Dann aber kam der Wetterumschwung: Zwei, drei Tage Ausfall durch Regen, vor allem an einem Sonnabend – das habe das Fest Besucher gekostet und dies habe man nicht mehr aufholen können, so Nolte: „Um den See zu flanieren, das ging dieses Jahr nicht.“ Der Veranstaltung habe an vielen Tagen das Laufpublikum gefehlt.

Nichtsdestotrotz seien die Restaurants mit ihren Gastro-Konzepten am See angenommen worden: „Es gab noch nie so viele Reservierungen, auch von Privatleuten, aber vor allem von Firmen. Aus anderen Städten und anderen Bundesländern“, bilanzierte der Seefest-Verantwortliche. Und noch einen Trend machte Nolte aus: „Die Wochentage waren stark besucht, manchmal sogar besser als die Wochenenden.

Von Andreas Voigt

hannover maschsee

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