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Meine Stadt Hannover: Eilenriedebeirat wehrt sich gegen Inliner-Strecke
Hannover Meine Stadt Hannover: Eilenriedebeirat wehrt sich gegen Inliner-Strecke
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00:22 19.04.2018
WAR AUCH IN DER KRITIK: Sport im Wald, wie hier auf dem Mountainbike-Parcours, sieht der Beirat skeptisch. Quelle: Foto: Ditfurth
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HANNOVER

 Nach dem Zwist um den Mountainbike-Parcours vor einigen Jahren droht erneut eine heftige Auseinandersetzung mit dem Eilenriedebeirat um einen sportlich motivierten Eingriff in den Stadtwald. Diesmal aber wurden offenbar die verbrieften Beteiligungsrechte des Gremiums vom Rat umgangen.

Wie die Forstverwaltung am Montag berichtete, hat der Rat den Ausbau eines Weges in der Nähe des Pferdeturms, östlich der Sportplätze, als Inline-Verbindungsstrecke beschlossen. Ein Vorhaben, von dem der Eilenriedebeirat in seiner Sitzung völlig überrascht wurde. Eine entsprechende Drucksache sei dem Beirat nie zur Stellungnahme vorgelegt worden, bestätigte auch der frühere Vorsitzende Hans-Peter Fuchs, der am Montag als Gast anwesend war.

„Das können wir so nicht hinnehmen“, empörte sich der amtierende Vorsitzende Gerd Garnatz. „Es reicht uns! Da müssen wir mal einen Aufstand machen.“ Die Asphaltierung der 560 Meter langen Strecke sei eine weitere unsinnige Versiegelung, zumal es bereits zwei intakte Inline-Strecken in der Eilenriede gebe, die weniger frequentiert würden als ursprünglich erwartet.

Dieter Drangmeister wies darauf hin, dass die Strecke Teil eines Grundwegs für Jogger sei, als solcher sogar in der Eilenriedekarte ausgewiesen. Läufer würden aber in der Regel Waldwege einer Asphaltstrecke vorziehen. „Hier werden Inliner gegen Jogger ausgespielt“, kritisierte der Landschaftsarchitekt. „Wo bleibt der Ausgleich?“ Der im Gegenzug vom Rat vorgesehene Rückbau eines hakenförmigen Wegeanschlusses von 140 Metern Länge nördlich des umstrittenen Abschnitts scheint da kaum angemessen. Auch Georg Wilhelm vom BUND betonte: „Für Jogger und Fußgänger ist das eine Verschlechterung.“

Einstimmig hat der Beirat beschlossen, die Planung abzulehnen. Darüber hinaus will Garnatz in einem Brief an OB Stefan Schostok gegen die Aushebelung des Gremiums protestieren.

Von Andreas Krasselt

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