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Verkehr

Hannover: Diskussionen um den Südschnellweg

Der Südschnellweg wird im Bereich der Hildesheimer Straße zum Tunnel. Über die Pläne diskutierten Politiker und Bürger am Mittwochabend im Freizeitheim Döhren kontrovers.

Hannover. Der Südschnellweg wird im Bereich der Hildesheimer Straße zum Tunnel. Das ist das Ergebnis eines Ideenwettbewerbs, an dem sich 14 Büros beteiligt haben. Am Mittwoch diskutierten Wirtschaftsminister Olaf Lies und Hannovers Stadtbaurat Uwe Bodemann die Pläne im Freizeitheim Döhren mit interessierten Bürgern. Rund 200 waren gekommen – und hatten viele Fragen mitgebracht. Sie wollten wissen, wie sich die jahrelangen Bauarbeiten auf die Anlieger auswirken werden, ob in dieser Zeit viele der ohnehin schon knappen Parkplätze in Döhren verloren gehen werden, ob wegen des Tunnels Häuser absacken könnten und wie sich Lärm und die Hochwassersituation entwickeln werden.
„Das ist ein Projekt, das eine große Herausforderung darstellt“, sagte Minister Lies. Für ihn ist es wichtig, „größtmögliche Akzeptanz“ zu schaffen. Schon allein, „weil wir uns im Grunde keine Klage leisten können“. Denn die marode Hochstraße hat nur noch eine Lebensdauer bis 2023. „Dann müssen wir anfangen zu bauen“, so Lies. Die Veranstaltung im Freizeitheim machte in diesem Punkt Hoffnung. Die Tunnellösung lehnte dort niemand ab.
Unklar ist, wie viel der Umbau des Südschnellwegs kosten wird. Die geplante Tunnellösung – ähnlich dem Trog am Pferdeturm, nur mit einem Dach darauf – müsste größtenteils vom Bund bezahlt werden, weil der Südschnellweg eine Bundesstraße ist. CDU und FDP zeigten sich zuletzt skeptisch, ob der Bund tatsächlich seine Zustimmung zum sehr teuren Tunnel geben wird. Konkrete Zahlen gibt es noch nicht. Experten vermuten die Kosten jedoch deutlich im dreistelligen Millionenbereich.
Als großer Vorteil der Tunnellösung gilt, dass darüber anstelle der maroden Hochstraße viel Platz für neue Gestaltungsspielräume entstünde. Die Siegerentwürfe des Ideenwettbewerbs schlagen für den Bereich der Döhrener Wilmerstraße einen schicken Boulevard vor. Nördlich davon ist sogar Wohnbebauung vorgesehen. Der Tunnel soll von der Schützenallee bis zu einem Punkt östlich der Hildesheimer Straße geführt werden, der im Rahmen der Planungen noch genauer festgelegt werden muss.  boh


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