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Meine Stadt Hannover: Dieser Südlink wird kein Kinderspiel
Hannover Meine Stadt Hannover: Dieser Südlink wird kein Kinderspiel
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00:16 13.11.2016
Die tatsächliche Stromtrasse soll 30 Meter beanspruchen. Quelle: Katrin Kutter
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Garbsen

Am Modell sieht alles gar nicht so kompliziert aus. Kleine Miniaturbagger graben Furchen in den Ackerboden. Darin werden dann die Leitungen verlegt, die den Strom aus dem windreichen Norden Richtung Baden-Württemberg und Bayern transportieren sollen. Doch auf dem langen Weg der Süd-Link-Trasse durch die Republik gibt es eine ganze Reihe von Knackpunkten - und einige davon liegen in der Region Hannover.

Wo, das hängt vor allem davon ab, welche der beiden vom Betreiber Tennet vorgeschlagenen Varianten realisiert wird. Die östliche tangiert die Region nur leicht im Bereich zwischen Uetze und Burgdorf. Anders sieht es im Westen aus, wo die Trasse eine ganze Reihe Ortschaften in den Bereichen Neustadt, Garbsen, Seelze, Gehrden, Ronnenberg und Springe passieren würde.

Wo es besonders hakt, machte Anna Osterath von der Arbeitsgemeinschaft Süd-Link am Mittwoch vor rund 400 interessierten Bürgern in der Aula des Schulzentrums Garbsen deutlich. „Keiner der Korridore ist konfliktfrei“, räumte sie ein. Eine besondere Herausforderung würde die Querung der Leine zwischen Wulfelade und Basse. Der Bereich ist ein Landschaftsschutzgebiet. Das gleiche Problem gibt es im Bereich des Golfplatzes bei Garbsen, wo erneut die Leine überwunden werden muss. Möglich ist auch ein westlicher gelegener Verlauf der Trasse. Dann müsste jedoch ebenfalls die Leine überquert werden, zwischen Luthe und Schloß Ricklingen. Weitere Hindernisse im Westen bilden der Mittellandkanal, Wälder bei Seelze sowie die ICE-Strecke. „Da ist die Bahn pingelig“, sagte Planerin Osterath.

Im Osten ist die Zahl der Knackpunkte überschaubarer. Dort bilden ebenfalls der Kanal sowie die ICE-Strecke ein Hindernis, außerdem die Durchquerung mehrerer Waldflächen.

Lösen wollen die Süd-Link-Planer solche Probleme durch sogenannte HDD-Bohrungen, bei denen Kabel bis zu 400 Meter weit durch den Untergrund getrieben werden können, ohne diesen aufgraben zu müssen - was besonders in Naturschutzgebieten zu unerwünschten Eingriffen führen würde.

„Geben Sie uns Hinweise, damit wir die Trassenverläufe optimieren können“, forderte Tennet-Planer Michael Roth die Bürger im Schulzentrum auf. Darauf aufbauend seien Schwenke der konkreten Trasse möglich. Auch habe es noch keine Bewertung der Korridore durch die Region gegeben, versicherte Roth.

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