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BÜROS VERWÜSTET: Auch einLaptop mit Personaldaten undGeschäftskorrespondenz istverschwunden.Fotos: Elsner

BÜROS VERWÜSTET: Auch ein Laptop mit Personaldaten und Geschäftskorrespondenz ist verschwunden. Fotos: Elsner© Foto:Christian Elsner HAZ / NP

Einbruch

Hannover: Diebe steigen bei Fairkauf ein

Zehntausende Euro Schaden. Täter brachen Fenster auf.

Hannover. Sie helfen Armen und Bedürftigen. Sie leben von Spenden und Engagement. Sie schaffen Arbeitsplätze, für Menschen, die lange Zeit keine Perspektive hatten. Umso dreister ist dieser Diebstahl: Das Sozialkaufhauses Fairkauf wurde bestohlen, das Lager dafür aufgebrochen. Das eiserne Rolltor blieb dabei unversehrt.

Als Thomas Siese Montag Morgen die Eingangstür zum Fairkauf-Lager an der Mogelkenstraße (Hainholz) öffnen wollte, entdeckte er dennoch sofort die Einbruchsspuren: In der Nacht waren Einbrecher eingedrungen – durchs Fenster. Sie flexten sogar den großen Tresor auf. In dem Geldschrank fanden die Täter nichts – bis auf die Reserveschlüssel zu den Lastwagen, mit denen die Mitarbeiter des Sozialkaufhauses Möbelspenden abholen. Offenbar gerieten sie darüber in Rage und sorgten für ziemliche Verwüstung.

„Schubladen wurden rausgerissen, Akten zerfleddert, Bildschirme umgestoßen“, berichtet Fairkauf-Vorstandschef Reinhold Fahlbusch. Die gläsernen Türen zwischen den Büros „öffneten“ die Eindringlinge mit Hilfe von Feuerlöschern. Einen Laptop, auf dem Geschäftskorrespondenz und Personaldaten gespeichert waren, nahmen sie mit. Über das Nachbargrundstück waren die Einbrecher durch einen Maschendrahtzaun auf das Fairkauf-Gelände gekommen. Sie schnitten einfach ein großes Loch in den Zaun.

An einem Seitenfenster des Bürogebäudes rissen sie eine Jalousie ab, brachen das Fenster auf und drangen so in das Haus ein. Weil sie kein Geld fanden, machten sich die Täter an den Autos zu schaffen. Glück im Unglück: „Die großen Lastwagen springen nur an, wenn man zuvor eine Fahrerkarte eingeschoben hat“, so Fahlbusch. Die aber hatte nicht im Tresor gelegen: „Die Mitarbeiter tragen sie stets bei sich.“ Von den zwölf Wagen nahmen die Einbrecher nur zwei Mercedes Sprinter mit, zu denen sie die Schlüssel hatten. Über den Diebstahl und die Verwüstung waren die Mitarbeiter entsetzt. Fahlbusch: „Der materielle Schaden ist groß. Ein Neuwagen wird um die 20.000 Euro kosten.“

Weitaus schlimmer aber sei etwas ganz anderes: „Für Menschen, die hier eine berufliche Heimat gefunden haben, ist eine Welt zusammengebrochen.“ Sie müssten getröstet und ermutigt werden weiterzumachen. Michael Dette, Fraktionsvize der Grünen, war bestürzt, als er von dem Vorfall hörte: „Diese Ganoven haben wirklich keine Ehre.“

von Vera König und Eva-Maria Weiss


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