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Hannover: Diakonie schließt drei Krankenhäuser

Die DDH haben gestern ihre Medizinstrategie vorgestellt: An drei Standorten soll bis 2020 die medizinische Versorgung konzentriert werden. Für den Umbau der Standorte hat das kirchliche Unternehmen bis zu 70 Millionen Euro Fördergeld beim Land beantragt. Gleichzeitig soll ein Eltern-Kind-Zentrum mit Perinatalzentrum am Kinderkrankenhaus Auf der Bult entstehen. DDH und Kinderkrankenhaus kooperieren bereits im Perinatalbereich.

Hannover. Mit der Schließung von drei Kliniken wollen die Diakonischen Dienste Hannover (DDH) in eine erfolgreiche Zukunft starten. Bis 2020 sollen das Lister Krankenhaus, das Henriettenstift in Kirchrode und die Unfallklinik an der Marienstraße (Mitte) aufgegeben werden. „Mit der Standortkonzentration geht der effizientere Einsatz von Personal und Material einher“, so DDH-Geschäftsführer Bernd Weber.

Die Medizinstrategie bedeutet auch, dass bis 2020 etwa 160 Vollzeitstellen (davon bis zu 80 Vollzeitjobs in medizinischen Bereichen) abgebaut werden. „Das geschieht über die normale Fluktuation, betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen“, sagt Weber. Ferner verhandle man mit Verdi und der Mitarbeitervertretung über einen „Zukunftssicherungsvertrag“. Die 4300 Mitarbeiter sollen auf etwa zwei Prozent ihres Gehalts verzichten.

Die DDH drehen mit ihren Traditionshäusern das große Rad: Die Klinik für Plastische, Hand- und Mikrochirurgie (noch Marienstraße) soll in das Friederikenstift umziehen; die ge-riatrische Klinik von Kirchrode ins Henriettenstift an die Marienstraße. Geburtshilfe und Perinatalzentrum von Friederiken- und Henriettenstift ziehen in ein neues Mutter-Kind-Zentrum auf die Bult. Die DDH kooperieren bereits jetzt im Perinatalzentrum mit dem Kinderkrankenhaus.

Bereits 2018 soll der Umzug vollzogen sein. Auf der Bult entsteht auch ein Perinatalzentrum in Kooperation mit dem Kinderkrankenhaus. Die Gynäkologie wird im Henriettenstift (Marienstraße) konzentriert, ebenso die HNO- und Augenklinik des Lister Krankenhauses. Derzeit sei noch offen, wo die Klinik für Psychosomatik angesiedelt werde. Für die Umbauten am Kinderkrankenhaus und im Friederikenstift hoffe man auf Unterstützung vom Land. Jeweils 35 Millionen Euro förderungsfähige Kosten habe man errechnet.

Bernd Weber bezeichnete diese Schritte als unausweichlich: „Gesundbeten hilft auch in der Diakonie nicht.“ Die DDH planen für 2015 mit einem Defizit von drei Millionen Euro. „Ab 2018 streben wir eine Rendite von zwei Prozent jährlich an“, sagt der DDH-Chef. Ein Überschuss von sieben Millionen Euro sei für Investitionen nötig.


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