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EINSATZ AM RASCHPLATZ: Künftig ist der neue Ordnungsdienst von 8 bis 22 Uhr in Doppelstreifen unterwegs. Drei Teams sind für die City vorgesehen, drei für die Stadtbezirke.

EINSATZ AM RASCHPLATZ: Künftig ist der neue Ordnungsdienst von 8 bis 22 Uhr in Doppelstreifen unterwegs. Drei Teams sind für die City vorgesehen, drei für die Stadtbezirke.
 © Foto: Heusel

Für mehr Sicherheit

Hannover: Ordnungsdienst in der City startet bald

Mehr Sicherheit vermitteln – das ist Aufgabe des neuen kommunalen Ordnungsdienstes in Hannover. Die Stadt sucht jetzt auch extern nach Bewerbern für den Job. Frauen interessiert der kaum und die Bezirksräte beklagen die Zeiten von acht bis 22 Uhr.

Hannover. Voraussichtlich im März wird der kommunale Ordnungsdienst seine Arbeit aufnehmen – allerdings nicht in der vom Rat beschlossenen Stärke. 50 Männer und Frauen sollten in der Stadt für mehr Sicherheit sorgen. Aber erst neun Einstellungen stehen an, zusätzlich zu den bestehenden zehn Mitarbeitern der Servicegruppe Innenstadt.

Der Wunsch des Rates, dass ebenso viele Frauen wie Männer im neuen Ordnungsdienst arbeiten, wird wahrscheinlich gar nicht erfüllt. Im ersten Versuch hatte die Verwaltung die Stellen intern ausgeschrieben. Nach 35 Vorstellungsgesprächen waren 17 für eine Hospitation geeignet, darunter drei Frauen.

Auf die externe Ausschreibung haben sich bislang 61 Interessierte gemeldet, darunter sieben Frauen. Die neun, die in Kürze ihren Dienst antreten, sind allesamt Männer. Für den Job Frauen zu begeistern, sei „sehr schwierig“, räumt Ordnungsdezernent Axel von der Ohe inzwischen ein.

In blauen Uniformen mit dem Hannover-Wappen auf der Schulter und der Aufschrift „Ordnungsdienst“ auf dem Rücken werden die Mitarbeiter des neuen Teams durch die Stadt streifen. Ihr Einsatzgebiet beschränkt sich nicht nur auf die City, auch in den Stadtteilen zeigen die Garanten für mehr Sicherheit Präsenz.

Von der Ohe hat das Konzept und die Wünsche schon in einigen Stadtbezirksräten vorgestellt und abgestimmt. Die Kommunalpolitiker in Linden-Limmer, Bothfeld-Vahrenheide, Misburg-Anderten sowie Vahrenwald-List begrüßen den Kommunalen Ordnungsdienst, kritisieren jedoch die Einsatzzeiten.

„Die Arbeit von 8 bis 22 Uhr montags bis sonnabends wird kritisch gesehen“, sagt von der Ohe zu den Diskussionen. In Linden beklagte Daniel Gardemin (Grüne): „Nach 22 Uhr besteht der größte Bedarf, vor allem in Linden-Nord.“ Man brauche ein Nacht-Konzept argumentierte er mit Hinweis auf den Partytourismus um die Limmerstraße.

In Misburg-Anderten wies Bezirksbürgermeister Klaus Dickneite (SPD) auf Lärmbelästigung an öffentlichen Plätzen durch Jugend- oder Trinkergruppen hin. Wie Katrin Seitz (CDU) forderte er, spätere Einsatzzeiten. „Manche Probleme treten erst am späten Abend und in der Nacht auf.“ Bei ähnlichen Rückmeldungen in den anderen Bezirksräten will von der Ohe mehr Flexibilität „nicht ausschließen“.

Von Vera König


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