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Meine Stadt Hannover: Das lange Warten auf die Duschen
Hannover Meine Stadt Hannover: Das lange Warten auf die Duschen
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08:45 11.12.2017
Hannover

An Wochenenden, wenn die Handball-Mannschaften des TSV Anderten ein Punktspiel nach dem anderen haben, ist die Lage besonders kritisch. Die Dusche nach der Partie fällt für viele Spieler flach. Zu lang sind die Wartezeiten. Grund: Fast die Hälfte der Duschen wurde von der Stadt wegen gefährlicher Legionellen gesperrt. Das allerdings ist schon anderthalb Jahre her. Seitdem wartet der Verein auf eine Lösung des Problems.

„Es passiert einfach nichts. Das ist mittlerweile Frust pur, den wir haben“, sagt Klaus-Jürgen Kracke, Handball-Abteilungsleiter beim TSV Anderten.

Zumal die gesperrten Duschen nicht das einzige Problem in der Halle am Eisteichweg sind. Rund 50 Sitze auf der Tribüne sind kaputt. Zum Teil splittern große Holzstücke ab. „Und aus den Toiletten stinkt es auch ständig furchtbar. Da kann man gar nicht gegen anputzen“, berichtet Marco Palazzi, der mehrere Jugendmannschaften und ein Herrenteam trainiert. „Wir schämen uns manchmal schon vor unseren Gastmannschaften“, erzählt er.

Laut Stadt mussten „Duschbereiche wegen abgängiger Technik und damit einhergehender Verkeimung dauerhaft außer Betrieb genommen werden“, sagt Sprecher Dennis Dix. Falls mehr Duschplätze benötigt würden, könnten auch Duschkapazitäten im Schwimmbadbereich genutzt werden.

Die Sanierung der Sporthalle am Eisteichweg sei im Sanierungsprogramm des Gebäudemanagements aufgeführt, die geplante Fertigstellung für 2021 vorgesehen. Kosten: rund 4,8 Millionen Euro. „Im Rahmen der Sanierungsplanung werden die Sporthalle, die zugehörigen Umkleiden und Duschbereiche sowie die direkt angrenzenden Umkleiden und Duschbereiche des Anderter Bads einschließlich ihrer jeweiligen technischen Ausstattung betrachtet“, erklärt Stadtsprecher Dix.

Die Halle am Eisteichweg ist aber nicht das einzige Problem, das der TSV Anderten hat. Die Gymnastik-Abteilung des Vereins trainiert in einer Halle an der Krummen Straße. Und die ist so marode, dass es bei Regen von der Decke tropft. „Bei den schweren Güssen im Oktober war es so schlimm, dass wir sogar Eimer aufstellen mussten. Und die Platten an der Decke quellen richtig auf“, berichtet TSV-Vorsitzende Birgit Horvath.

Außerdem würde die Tennis-Abteilung gerne Plätze neben dem alten AMK-Haus überdachen, um auch im Winter trainieren zu können und nicht auf Hallen anderer Vereine angewiesen zu sein. Aber auch daraus wurde nichts. „Wir wurden bei der Stadt von einer Abteilung zur nächsten geschickt – und am Ende wurde nichts daraus. Wir haben das erst einmal auf Eis gelegt“, sagt Horvath.

Viel sagt die Stadt dazu nicht. „Zurzeit wird untersucht, welche baulichen Möglichkeiten der Standort AMK-Haus inklusive Tennisanlage bietet. Ergebnisse liegen allerdings noch nicht vor“, sagt Sprecher Dix.

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