Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Hannover: Das große Kostenschweigen zur D-Linie
Hannover Meine Stadt Hannover: Das große Kostenschweigen zur D-Linie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 01.05.2016
Quelle: Dröse
Anzeige
Hannover

Der Umbau der D-Linie ist in vollem Gange. Die Kurt-Schumacher-Straße wird bereits umgestaltet. Auch Teile der Goethestraße sind wegen vorbereitender Gleis- und Straßenbauarbeiten gesperrt. Schon Mitte 2017 soll dann der bisherige Ast der Linie zum Aegidientorplatz abgeklemmt werden, weil die Bahnen dann nur noch durch den Posttunnel zum Raschplatz rollen werden. Die Gleise zum Aegi könnten also zügig entfernt werden. Doch offenbar gibt es dafür noch keinen Plan. Und auch, was die Kosten angeht, mauern die Beteiligten.

Dazu könne man derzeit „keine Auskunft geben“, sagt Stadtsprecherin Anne Ruhrmann und verweist an die Region. Die wiederum verweist an die für den Umbau der D-Linie zuständige Infra. „Wir werden dazu Gespräche mit der Stadt führen“, kündigt Infra-Geschäftsführer Stefan Harcke an. Zu Kosten und Zeitplan des Unterfangens? Keine Angabe.

Bleiben die Gleise vor dem Hauptbahnhof, in der Prinzenstraße, am Schiffgraben und am Aegidientorplatz also jahrelang liegen? Klaus Scheelhaase, der frühere Leiter des städtischen U-Bahn-Bauamtes, hält das für „ein großes Sicherheitsrisiko, weil die Gleise ja nicht mehr regelmäßig gepflegt werden“. Die Kosten sieht Scheelhaase „mindestens im hohen einstelligen Millionenbereich. Vielleicht wird es sogar zweistellig.“

Er geht davon aus, dass vor allem die Region zahlen muss, weil sie nach der Aufgabe des Abschnitts dafür sorgen müsse, dass dieser wieder „in einen normalen Zustand“ zurückversetzt wird. Allerdings wird die Stadt die Gelegenheit nutzen wollen, die betroffenen Straßenabschnitte neu zu gestalten. Je nach Standard des Umbaus wird wohl auch sie sich an den Kosten beteiligen müssen.

Das Mitte Februar bekannt gewordene interne Gutachten, das drohende Kostensteigerungen beim Umbau der D-Linie in Höhe von 34 Prozent prognostiziert, macht zum Rückbau des Abschnittes zum Aegi übrigens keine Angabe. Die Prognose sei „ohne Rückbau Aegi“ kalkuliert worden, heißt es darin.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige