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Meine Stadt Hannover: Coole Kunst gegen uncooles Komasaufen
Hannover Meine Stadt Hannover: Coole Kunst gegen uncooles Komasaufen
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19:10 22.05.2018
Die Siegerin:Lara Fransen gewann mit ihrem Bild den Wettbewerb.
Hannover

 Diese Zahlen zeigen, dass Komasaufen noch immer ein Problem ist. Um Kinder und Jugendliche von vornherein vom Alkohol und anderen Suchtmitteln abzuhalten, gibt die Landesregierung jährlich 460 000 Euro für die Suchtprävention aus, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann am Dienstag anlässlich einer Preisverleihung.

Die DAK-Gesundheitskasse hatte im Frühjahr bereits zum neunten Mal zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ aufgerufen. Die drei besten Entwürfe wurden am Dienstag prämiert. Auf dem ersten Platz landete das Bild der 15-jährigen Lara Fransen aus Twist. Es zeigt ein fröhliches Mädchen, dessen Haut voller bunter Farbe ist. „Ich habe mich von dem Holi-Festival inspirieren lassen“, sagt die Gewinnerin. Sie habe zwar auch schon mal Alkohol getrunken, aber sei noch nie mit Komasäufern in Kontakt gekommen. „Jemand hat mal gekotzt, das war das Schlimmste bisher“, sagt sie.

Ministerin Reimann: „Alkohol ist allgegenwärtig“

Ganz auf Alkohol zu verzichten ist schwierig, das weiß auch Ministerin Reimann: „In unserer Gesellschaft kann man das Thema nicht umgehen. Alkohol ist allgegenwärtig“, gibt sie zu. Besonders in einem Punkt wollte die Ministerin am Dienstag klar Stellung beziehen: „Es ging ja der Vorschlag durch die Presse, dass Eltern für die Kosten der Krankenwagenfahrten ihrer betrunkenen Kinder zahlen sollten. Davon halte ich aber gar nichts.“

Unterstützung bekam sie vom niedersächsischen DAK-Chef Dirk Vennekold: „Durch Angst vor den Kosten könnte man dann zögern, einen Rettungswagen zu rufen. Das wäre fatal“, befand Vennekold.

Bundesweit wurden 2016 rund 22 000 Kinder mit einem Vollrausch eingeliefert, davon 2100 in Niedersachsen. Insgesamt seien die Zahlen der jugendlichen Komasäufer aber rückläufig.

Von Timo Gilgen

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