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Meine Stadt Inline-Club plant „Skatetopia“ auf der Radrennbahn Wülfel
Hannover Meine Stadt Inline-Club plant „Skatetopia“ auf der Radrennbahn Wülfel
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18:06 30.11.2018
Skatetopia: Visualisierung der Inline-Skateanlage in Wülfel. Im ersten Schritt soll ein 200-Meter-Rundkurs (äußerer blauer Ring) ins Innere der alten Holzbahn asphaltiert werden, später soll die marode Radbahn einem weiteren 350-Meter-Skatekurs weichen. Ganz in der Mitte könnte ein Inlinerhockey-Feld entstehen. Die Tribüne (rechts) soll erhalten werden. Quelle: privat
Hannover

Sein „Skatetopia“ nennt Mirko Feesche das, was auf der alten Radrennbahn Wülfel entstehen soll: Eine 200-Meter-Inlinerbahn, ein 350-Meter-Straßenkurs, Inline-Hockey-Feld, Meisterschaften im Inline-Skaten und vielleicht sogar Rollschuhdisco. Eine Utopie ist die Vorstellung des Vorsitzenden des Inliner-Clubs Hannover aber nur zum Teil. Denn die Stadt verhandelt ernsthaft mit dem Club.

Im Frühsommer hatte die Stadt ein Interessenbekundungsverfahren für die alte Radrennbahn, die seit 2017 verfällt, eröffnet. Man will das 24 000 Quadratmeter große Grundstück an der Wilkenburger Straße mit der baufälligen Holzbahn (erbaut 1965) und den in die Jahre gekommenen Vereinsgebäuden für die sportliche Nutzung verpachten oder per Erbaurecht vergeben. Inzwischen ist der Inline-Club Hannover der einzige Interessent. Zugesagt hat die Stadt ihm das Grundstück aber noch nicht. „Sie verlangt die Nachbesserung unseres Konzepts bis Weihnachten“, so Feesche. Und zwar das Konzept einer „abgespeckten Version von Skatetopia“.

Der Inline-Club soll eine „Zwischenlösung“ für die ersten Jahre auf die Beine stellen, die er auch sofort bewirtschaften kann. Skatetopia entsteht dann später nach und nach. „Wir bauen zunächst nur den flachen 200 Meter-Asphalt-Rundkurs – ohne Neigung in den Kurven“, so Feesche. Kosten: 30 000 bis 50 000 Euro, schätzt Feesche. Auf eine sich außen herum schlängelnde 350 Meter Bahn wird vorerst verzichtet. Dafür bleibt die marode Holz-Radrennbahn stehen, soll später erst abgerissen werden.

Die Vereinsräume wolle man größtenteils in Eigenleistung renovieren, eine vorhandenen Wohnung dort kann nach einer Grundsanierung (30 000 Euro) vermietet werden. Weitere Einnahmen, um die laufenden Kosten zu decken: Vermietung der Asphaltbahn für Schulsport und vor allem an andere Vereine. „Wir wären im Umkreis von 300 Kilometern die einzige Inliner-Rennbahn, Anfragen von Hildesheim bis Bielefeld liegen bereits vor.“

Größtes Fragezeichen: Die Finanzierung des Umbaus. „Ohne Sponsoren, Investoren und später auch Fundraising wird es wohl nicht gehen, ich werde in den nächsten Tagen an vielen Türen klingeln“, so der Clubchef. Das wichtigste für ihn aber: „Ich habe den Rückhalt aus dem Verein: Wir freuen uns schon!“

Von Simon Polreich

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