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Meine Stadt Hannover: Claudia Ruhrort - die neue Frau fürs Soziale
Hannover Meine Stadt Hannover: Claudia Ruhrort - die neue Frau fürs Soziale
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00:15 10.01.2013
BÜRO MIT BLICK ÜBER DIE STADT: Claudia Ruhrort arbeitet im ehemaligen Telekom-Gebäude an der Rundestraße. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Die Stadt liegt ihr zu Füßen. Ein Blick aus demBürofenster im zwölften Stock des ehemaligen Telekom-Gebäudes und Claudia Ruhrort kann sehen, ob und wie das Leben am Hauptbahnhof pulsiert, wer vom ZOB auf Reise geht oder mit vollgepackten Einkaufstüten aus der City eilt. Ihre Kunden, das weiß sie, haben weder für Bustouren noch fürs Shopping das nötige Geld.

Claudia Ruhrort ist Vize im städtischen Fachbereich Soziales. Noch. Denn zum 1. Mai wird sie Nachfolgerin von Chef Hans-Joachim Sbresny, der in den Ruhestand geht. Sie wird dann verantwortlich sein für 380 Mitarbeiter – plus die 230, die im Jobcenter der Region arbeiten.

„Ich habe mich gut darauf vorbereiten können“, sagt die 48-Jährige mit den rötlichen Locken. Vor genau 30 Jahren Jahren begann sie mit ihrer Ausbildung im gehobenenDienst bei der Stadt Hannover. Sozial-dezernent Thomas Walter freut sich darüber, dass die neue Führungskraft aus dem Rathaus-Nachwuchs stammt, dass sie ihren Job von der Pike auf kennt, weil sie in der Behindertenhilfe des Sozialamtes anfing.

Aus dem Amt ist der Fachbereich geworden, der fünftgrößte der Stadt. Durch die Hartz-IV-Gesetze sind Kunden und Mitarbeiter 2005 zum Jobcenter abgewandert. Zuständig ist das Team in der Rundestraße jetzt für die Hilfe zum Lebensunterhalt und die Grundsicherung aller Hannoveraner, die nicht erwerbsfähig oder älter als 65 Jahre sind. Also auch für die Wohnungslosen und die Asylbewerber.

„Die Fallzahlen steigen“, berichtet Ruhrort. Zunehmende Altersarmut ist da nur ein Aspekt. Pro Monat, so ihr Eindruck, müsse derzeit ein neuer Sachbearbeiter eingestellt werden. Nur gut, dass das Haus genug Platz bietet. Auch für den Umzug von der Arndtstraße vor einem Jahr war sie schon verantwortlich. Der, so meint sie, habe sich gelohnt: „Die Büros sind zwar kleiner, wirken aber sonnig und modern.“ Der gute Eindruck des Hauses strahle aus auf seine Besucher.

Die Karriere, zu der auch der Einsatz für die Verwaltungsreform beim damaligen Dezernenten Frank Bsirske gehört, ist der Burgdorferin leicht gefallen: „Ich hatte nie das Gefühl, als Frau besonders benachteiligt zu sein und besonders gefördert werden zu müssen.“

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