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OHNE ZUKUNFT:Die katholische Christophoruskircheam Stöckener Markt wird abgerissen.

© Florian Petrow

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Wohnungen

Hannover: Christophoruskirche wird abgerissen

Das Schicksal der Stöckener Christophoruskirche ist besiegelt. Das Gebäude wird abgerissen. An seiner Stelle will die Wohnungsgenossenschaft Heimatwerk bezahlbare und sozialverträgliche Wohnungen errichten. Am Dienstag haben die katholische Gemeinde und die Genossenschaft den Kaufvertrag für das 3500 Quadratmeter große Grundstück unterzeichnet.

Hannover. Für die Stöckener Katholiken bedeutet das zugleich, dass sie auf andere Gotteshäuser werden ausweichen müssen. Ihnen stehen im Umkreis noch die Kirchen St. Maria, St. Hedwig und St. Adalbert zur Verfügung. „Es wird keine Räume in dem Neubau geben, die von den Gemeindemitgliedern genutzt werden können“, sagt Kirchensprecherin Marie Kleine auf NP-Nachfrage.

Diese Möglichkeit hatte es einmal gegeben. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass die evangelische Gemeinde Ledeburg-Stöcken die zentral und verkehrsgünstig am Stöckener Markt gelegene Christophoruskirche kauft und darin der katholischen Gemeinde Mitnutzungsrechte einräumt. Das ökumenische Vorzeigeprojekt scheiterte jedoch vor allem am Widerstand des Kirchenvorstandes der katholischen Gemeinde, die sich schwertat mit den von der evangelischen Seite geplanten Umbauten.

Auch die Verhandlungen mit der Genossenschaft Heimatwerk zogen sich immerhin ein Jahr hin. Pfarrer Bernd Langer, zugleich Vorsitzender des Kirchenvorstandes, ist jedoch überzeugt, den richtigen Partner gefunden zu haben. „Die Genossenschaft ist eine katholische Gründung und folgt mit ihrem Wertesystem christlichen Grundsätzen“, sagt er.

Das soll auch am Neubau zum Ausdruck kommen, in den die Genossenschaft einzelne Elemente der Kirche wie Fenster, Kreuz oder die Figur des Heiligen Christophorus integrieren möchte. „Wir sind uns bewusst, dass der Besitzerwechsel des Grundstücks mit der Absicht, dort Wohnungen zu schaffen, für viele Gemeindemitglieder ein tiefgreifender Einschnitt und eine hochemotionale Angelegenheit ist. Wir verstehen das, und wir werden darauf Rücksicht nehmen“, sagt Heimatwerk-Vorstand Jürgen Kaiser.

Ihrer sozialen Verantwortung will die Genossenschaft auch dadurch nachkommen, dass sie im Neubau eine Caritas-Wohngruppe für Menschen mit Behinderung einrichten möchte, die derzeit im Christophorus-Pfarrhaus untergebracht ist.


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