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Tuner-Treffen

Hannover: "Car-Freitag" mit Polizeikontrollen

"Car-Freitag" am Karfreitag - das Tuner-Treffen hat Tradition in Hannover. Laut Polizei blieb alles ruhig.

Hannover. Dieser Wagen war der Hingucker Freitag beim „Car-Freitag“: Ein halbes Dutzend Besucher drängeln sich um den schwarz glänzenden Ford Mustang. Streichen über den spiegelblank geputzten Lack. Das Baujahr der Kostbarkeit: 1965 – also ein Sportwagen der ersten Generation. Eigentümer Enrico Döbel (32) aus Lehrte ist stolz auf sein 200-PS-Schmuckstück.

Vor zwei Jahren kaufte er den Renner, schraubte mit Kumpels ein Dreivierteljahr daran herum. Gut, in der Stadt verbraucht das Kult-Mobil 17 Liter Benzin auf 100 Kilometern. Zu verkraften, findet der Sportwasgenfreund: „Danach geht es ja nicht. Es geht nach Spaß.“ Und den hat der Lehrter. Für Tuner ist der Car-Freitag der traditionelle Start in die Sommersaison: Trotz Kälte und Startschwierigkeiten auf dem Gelände des Wasserturms zwischen Vahrenwalder Straße und Kabelkamp (Brink-Hafen).

Doch als der Schnee schmolz, kamen die Liebhaber tiefergelegter Autos, verchromter Felgen und wummernder Elektrobeats angefahren. Um 13.30 Uhr meldete die Polizei bei Facebook: „Derzeit befinden sich etwa 600 Fahrzeuge auf dem Veranstaltungsgelände. Es ist nahezu voll.Bisher verläuft alles in geordneten Bahnen.“ Das freute auch die Veranstalter. „Unser Ziel war, von der Straße wegzukommen“, erklärte Marian Behne (32) von „Vahrenwalder.de“. Das funktionierte nach einem Jahr „Car-Freitag“ in Garbsen offenbar gut – in Absprache mit den Wasserturm-Betreibern und der Polizei. „Wir wollen uns nur in Ruhe treffen“, bekräftigt Behnes Organisationspartner Daniel Moreno (32). Und die Störenfriede, die der Szene jahrelang schadeten? Die Polizei erwischte einige Temposünder auf der Vahrenwalder. Moreno begrüßt das Vorgehen der Beamten: „Wir würden daneben stehen und klatschen.“ Ein paar Chaoten kamen auch aufs Gelände. „Die haben wir verwiesen.“ Ansonsten sei es ruhig gewesen.

Bis in die Abendstunden waren die Beamten im Bereich rund um das Veranstaltungsgelände und an der Vahrenwalder Straße präsent. Der Einsatz in Zahlen: Insgesamt nahmen rund 4 000 Besucher mit etwa 1 100 Fahrzeugen an dem Treffen teil. Die Beamten bemängelten anfangs nur vereinzelt Verkehrsordnungswidrigkeiten. Die Masse an Verstößen - hauptsächlich Geschwindigkeitsüberschreitungen (bis 18:00 Uhr waren es 79) und sechs Veränderungen der Bauart - stellte die Polizei bei der Abreise fest.

Trauriger "Spitzenreiter" war hier ein 28-Jähriger aus der Region Hannover, der mit seinem Smart statt der erlaubten 50 km/m mit 107 km/h auf der Vahrenwalder Straße stadteinwärts unterwegs gewesen war. Auf ihn kommt nun ein Bußgeld in Höhe von 280 Euro, vier Punkte in der Verkehrssünderdatei in Flensburg sowie ein zweimonatiges Fahrverbot zu.

Sieben weitere Fahrerinnen und Fahrer müssen ebenfalls ihren Führerschein abgeben. Darüber hinaus mussten die Beamten ein illegales Rennen an der Vahrenwalder Straße unterbinden. Dies hatte an der Kanalbrücke begonnen und wurde in Höhe der Melanchthonstraße beendet. Zwei Mercedesfahrer (ein SL 5,5l und ein AMG) - der Fahrer des SL ist ein 28-jähriger Hannoveraner, der des AMG stammt aus Wunstorf und ist 27 Jahre alt- erwarteten jeweils eine Geldbuße (400 Euro), vier Punkte sowie einen Monat Fahrverbot.

Verkehrsbehinderungen waren während der An- und Abreisephase nicht zu beobachten. Lediglich vor dem Veranstaltungsgelände an der Straße Kabelkamp staute sich der Verkehr zeitweilig etwas zurück. Insgesamt kann gesagt werden, dass sich sowohl die Besucher als auch die Tuner sehr umsichtig verhielten und auf die Aufrufe der Polizei reagierten. "Die meisten Tuning-Fans haben sich absolut vernünftig und kooperativ gezeigt", erklärte der Einsatzleiter Roland Lerche. Durch die Polizeipräsenz an der Vahrenwalder Straße blieben "Konkurrenzveranstaltungen" aus. (ps/ots)

Der Artikel wurde ergänzt.


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