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Meine Stadt Hannover: "Burglind" lässt Pegelstand steigen
Hannover Meine Stadt Hannover: "Burglind" lässt Pegelstand steigen
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00:17 06.01.2018
ANSTEIGEND: Die Ihme hat am Ihme-Zentrum schon ihr übliches Bett verlassen. Quelle: Rainer Dröse
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Hannover

Das Jahr be­ginnt mit viel Wind und  Re­gen – und Letzterer treibt die Pegelstände der Seen und Flüsse in die Höhe. Während der Sturm „Burglind“ die Region Hannover nur wenig aufwirbelte und jetzt schon wieder vorbei ist, steigt das Hochwasser weiter.

Mittwochabend um kurz nach 18 Uhr meldete der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), dass der Leine-Pegel in Herrenhausen die Meldestufe 3 überschritten hat – das ist die höchste Stufe für Binnengewässer und bedeutet, dass mit Folgendem zu rechnen ist: „Überschwemmung größerer Flächen und Überschwemmung einzelner Grundstücke, Straßen und Keller möglich.“ Der mittlere Wasserstand beträgt an dieser Stelle 1,75 Meter – Meldestufe 3 ist bei 4,80 Meter erreicht. Um 22 Uhr wurden 4,97 Meter gemessen – Tendenz weiter steigend.

„Das ist alles nicht dramatisch, das ist nicht zu vergleichen mit dem Hochwasser vom Juli“, erklärt NLWKN-Sprecherin Herma Heyken. Angesichts der Regen-Vorhersagen vom Deutschen Wetterdienst und anderen Meteorologen lautet die Prognose: „Es ist nicht damit zu rechnen, dass besiedelte Gebiete überschwemmt werden, aber mit größeren Überschreitungen im Uferbereich.“ Wie es tatsächlich ganz genau wird, ist offen – „wenn die Wetterdienste sich irren, danebenliegen“. Denn Dauerregen könnte problematisch werden: Laut Heyken sind „die Böden völlig gesättigt, da geht jeder Tropfen direkt in die Flüsse“. Der in Herrenhausen in diesem Jahrhundert gemessene Höchstwert ist 5,69 Meter und wurde während des Hochwassers 2003 erreicht, im Jahr 1946 war der Fluss auch schon mal auf 6,44 Meter gestiegen.

Sturm „Burglind“ hat die Region weitgehend unbehelligt gelassen: Am Mittwochmorgen war zwischen Egestorf und Wennigsen ein Baum auf die Gleise gestürzt, der Verkehr der S-Bahn-Linien S 1 und S 2 laut Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis daher von 6 bis 12 Uhr unterbrochen; ersatzweise fuhren Busse. In Norddeutschland sei das Ausmaß der Beeinträchtigungen wie erwartet gering gewesen. Auch die Feuerwehren in und um Hannover hatten wegen „Burglind“ eher wenig zu tun: Ein paar gefallene Äste, ein paar gestürzte Bäume, „alles kleinere Einsätze“, sagt Sprecher Benjamin Pawlak. Am Flughafen Hannover wurden Flüge gestrichen, weil Maschinen aus Amsterdam und Zürich schon an den Abflughäfen nicht abheben konnten.

Von Ralph Hübner

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