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Meine Stadt Hannover: Blick hinter Museums-Kulissen
Hannover Meine Stadt Hannover: Blick hinter Museums-Kulissen
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00:16 10.06.2015
Schöner Ausblick: NP-Leser beim Sonntagsausflug. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Museumsdirektor Thomas Schwark selbst führte sie hinter die Kulissen und erklärte auch, was zu tun ist, wenn es brennen sollte. Wichtige Exponate, das Hindenburg-Gemälde gehört dazu, vor allem aber die vergoldete Welfenkutsche, müssten dann zuerst gerettet werden. Sie stehen auf einer Prioritätenliste und sind entsprechend gekennzeichnet.

Aber auch viele kleine Schätze lagern in den Archiven des Museums. Was viele der Leser auf den ersten Blick für ein Vogelhäuschen hielten, entpuppte sich als Salzfass aus dem 18. Jahrhundert. „Ganz wichtig damals, weil man mit Salz Sachen haltbar machen konnte“, erklärte Schwark.

Foto: Frank Wilde

Auch heute noch nehme sein Museum regelmäßig neue Exponate auf. „Was heute Gegenwart ist, ist schon morgen Geschichte“, sagte der Museumschef. Vieles, was angeboten werde, nehme man aber auch nicht an. „Wir müssen mit unserem Platz vorsichtig umgehen und deshalb immer schauen, was wirklich Bedeutung hat“, so Schwark.

Einige der derzeit verborgenen Schätze könnten schon bald in der Dauerausstellung auftauchen. Sie soll ab 2016 komplett umgebaut werden, unter anderem mit einem Schwerpunkt auf der Frage, was typisch für Hannover ist. Das Konzept stellte der Museumsdirektor auch den Lesern vor. „Wir müssen direkt an die Interessen der Menschen ran“, verkündete er.

Ohne Zweifel viel Interesse weckte der Beginenturm, der seit vergangenem Jahr wieder für Besucher zugänglich ist. Seine wechselvolle Geschichte - er war Wehrturm, Brennholzlager, Künstleratelier und Kneipe - zeigte Schwark direkt am Gebäude. Überall haben die unterschiedlichen Nutzungen und Zeiten Spuren hinterlassen. „Wir haben vieles bemerkt, was man sonst nicht zu sehen bekommt. Eine tolle Führung“, fand NP-Leser Manfred Thiemann, der mit seiner Frau Karin einen der begehrten Plätze für den Ausflug gewonnen hatte.

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