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Verkehr

Hannover - Berlin: Zugausfälle zur Messe

Die Bahn bremst die Messe weiter aus. Neben dem Ausfall der ICE-Strecke nach Kassel gibts auch aus Berlin schlechte Nachrichten.

Hannover. Fahrgästen der Bahn droht während des Obama-Besuches und der Hannover-Messe nicht nur Ungemach durch die überraschende Sperrung der ICE-Schnellstrecke zwischen Hannover und Kassel. Weil noch bis zum Montag auch zwischen Berlin-Schönhausen und Gardelegen Schienen erneuert werden, gibt es auch Verspätungen und Zugausfälle zum Obama-Wochenende zwischen der Hauptstadt und Hannover.

Die Bahn ließ dazu gestern nur lapidar verlauten, dass sie alle Bahnreisenden bittet, ihre Verbindungen aktuell auf „Bahn.de“ oder mobil auf der Handy-App zu überprüfen. Zu ihrem Hinweis im Internet, dass IC-Züge zwischen Berlin-Südkreuz und Hannover ausfallen werden, machte sie keine genaueren Angaben.

Zum Thema Streckensperrungen verweist das Unternehmen erneut lediglich auf die zusätzlich zur Messe geplanten zwei ICE-Sprinter morgens und abends auf der Strecke Hannover–Frankfurt am Main. Außerdem biete sie von Verspätungen, Ausfällen und Umleitungen betroffenen Kunden „zusätzlich zu den gesetzlichen Fahrgastrechten“ Kulanzregelungen an, betont die Bahn. „Kunden mit einer ICE- oder IC-Karte im Abo werden von unseren Mitarbeitern angesprochen und erhalten eine Teilerstattung“, sagte eine Sprecherin.

Inhaber der Bahncard 100 sollen sich wegen der Kulanzregelung beim Bahncard-Service melden. Fahrgäste mit IC-Zeitkarten dürfen ohne Aufpreis ICE-Züge nutzen. Für Sparpreistickets würden zudem die Zugbindungen aufgehoben, bereits gekaufte Flex- und Sparpreistickets sowie Reservierungen würden kostenfrei erstattet, verspricht der Konzern.

Gegenüber der Neuen Presse hatte er den Zeitpunkt der Schotterarbeiten zwischen Hannover und Kassel trotz des spektakulären Besuches von US-Präsident Barack Obama als unvermeidlich angegeben. Als Begründung nannte ein Sprecher, dass die Reparaturarbeiten dringend erledigt sein müssten, bevor es Beeinträchtigungen durch die Sommerhitze geben könnte. Auch eine Verschiebung um wenige Tage hatte die Bahn trotz heftiger Proteste etwa aus dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium abgelehnt. Wie die NP erfuhr, will die Bahn so aber auch noch mehr Ausfälle und Verspätungen im Pfingstverkehr vermeiden.

Schwellentausch bremst Pendler auch zwischen Hannover und Celle aus

Mit Zugausfällen rund um den Obama-Besuch und die Dauer der Hannover-Messe ist es für Zugreisende aus der Region längst nicht getan: Zwischen dem 8. und dem 28. Mai – also auch während des Pfingstverkehrs – tauscht die Bahn zwischen Hannover und Celle auf elf Kilometern auch noch Schwellen aus.

Weil deshalb in dieser Zeit auf mehreren Abschnitten nur eins der beiden Streckengleise befahren werden kann, kommt es auf den ICE-Fernstrecken und im Metronom-Regionalverkehr zu Umleitungen und veränderten Fahrzeiten, so die Bahn. Gebaut wird etwa zwischen dem Gewerbegebiet Isernhagen H. B. und nordwestlich von Wettmar, am Großburgwedeler Bahnhofsbereich sowie am Ortsrand von Kleinburgwedel. Einige Züge im Fernverkehr fahren bis zu 20 Minuten früher oder später als gewohnt ab, andere werden über Rotenburg oder Lehrte mit bis zu 40 Minuten veränderten Abfahrtszeiten umgeleitet. Solche DB-Züge halten dann nicht in Celle, Uelzen, Lüneburg oder Hannover. Reisenden, die in dieser Zeit zwischen Celle und Hannover unterwegs sein werden, rät die Bahn, sich rechtzeitig über Fahrplanänderungen auch im Regionalverkehr zu informieren.

von Claudia Brebach


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