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Meine Stadt Hannover: Bauplanung für Kronsberg-Süd steht
Hannover Meine Stadt Hannover: Bauplanung für Kronsberg-Süd steht
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00:16 17.06.2016
BLICK VON SÜDWEST: Kronsberg-Süd soll mit dem mittleren Quartier (das mit dem Bogen) beginnen, darin Grundschule und Sporthalle (große weiße Blöcke). Das „Gitter“ steht für die Stadtbahnstation Messe Ost, nach links führt die Kattenbrookstrift, in der Mitte oben ist der Aussichtshügel eingezeichnet.
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Gut 3500 Wohneinheiten für bis zu 9000 Menschen, überwiegend in Mehrfamilienriegeln mit vier, teilweise fünf Geschossen, verteilt auf drei Quartiere mit jeweils zentraler Grünfläche in den kleineren Wohnblöcken: Kronsberg-Süd kann durchstarten - das Baudezernat weiß nun, was es in Bemerode und Mittelfeld am Rande des Expo-Areals will. Dank Bürgergesprächen und Expertenrunden steht die Planung, wie Hannovers demnächst größtes Baugebiet am Ende aussehen soll, in groben Zügen. Gestern wurden die Ergebnisse der im März begonnenen Vorplanung von Stadtbaurat Uwe Bodemann der Öffentlichkeit präsentiert. Die beiden zuständigen Bezirksräte hatten schon ihr Okay gegeben.

Geht es nach den jetzt formulierten Wünschen, erhält Kronsberg-Süd sechs Kindertagesstätten und eine drei- bis vierzügige Grundschule samt Dreifeld-Sporthalle. Die Kattenbrooks- trift wird bis zur Stadtbahnendstation Messe Ost verlängert und trifft dort nach Querung der Schienen auf die Lissabonner Allee. Drei „Minikreisel“ sollen helfen, das Tempo auf der Hauptstrecke zu regulieren, zu den zwei existierenden Aussichtshügeln soll sich ein dritter gesellen. Ergänzt wird das Wohngebiet um eine Fläche mit Einzelhandel, Gastronomie und Büros neben der Stadtbahnstation.

Markus Neppl vom Planungsbüro Astoc (Köln) erklärte: „Wir wollten von Kronsberg-Nord lernen, uns daran orientieren.“ So kommt es, dass die landschaftliche Einbettung wichtig war und dass das Oberflächenwasser ebenso über Gräben und Mulden abgeführt werden soll. Man habe hier „andere Randbedingungen, als wir sie sonst kennen“. Sonst kämpfe man etwa „jahrelang um eine Bahn“ und folge „die landschaftliche Einbettung Jahre später“. Ein „reines Wunschkonzert“ sei es natürlich nicht gewesen, sagt Neppl, doch sei es „tatsächlich offen“ gewesen, man habe „keinen fertigen Plan in der Schublade“ gehabt, Anregungen aufgenommen und Zwischenschritte gezeigt: „Normalerweise gehen Planer nicht mit solchen Skizzen an die Öffentlichkeit!“ Christoph Elsässer vom Planungsbüro „West 8“ (Rotterdam) sagt: „Uns war wichtig, jedem Quartier eine eigene Identität zu geben.“

Verkehrsplaner Wolfgang Haller von SHP in Hannover erwartet „sehr wenig zusätzlichen Verkehr“ für die angrenzenden Stadtgebiete - eher werde am Ende „alles gleichmäßiger verteilt als heute“. 3500 Wohnungen - für den Stadtbaurat „eine Zahl, die politisch akzeptabel erscheint“ und die um 500 höher liegt als die zunächst angepeilten 3000. Das Bebauungsplanverfahren laufe schon, sagte Bodemann: „Zum Jahreswechsel 2017/18 wollen wir den Satzungsbeschluss haben, das ist unser fester Wille!“ Dann soll „zügig“ erschlossen werden. Begonnen werden soll mit dem mittleren Abschnitt um die neue Grundschule, doch wohl nicht vor 2019.

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