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Gegen Mittag fuhr die Linie 8 wieder nach Plan, die Schäden waren behoben.© Elsner

Sturmtief "Thomas"

Hannover: Baum stürzt auf Üstra-Leitung

Das Sturmtief "Thomas" hat am Donnerstagabend auch Hannover erreicht. Ein umgestürzter Baum unterbrach die Üstra-Linie 8. Die Störung konnte in der Nacht nicht mehr behoben werden. Der Ersatzverkehr blieb bis gegen elf Uhr bestehen. In Groß-Buchholz mussten Höhenretter Planen bergen, um den Stadtbahnverkehr zu sichern.

Bremen. Es stürmte heftig in Hannover: Sturmtief "Thomas" ließ am Donnerstagabend in Mittelfeld eine Pappel umstürzen. Der Baum fiel in der Spittastraße auf eine Oberleitung der Üstra und riss diese laut Feuerwehr herunter. Die Linie 8 wurde unterbrochen. Die Üstra musste einen neuen Fahrdraht installieren. Die Störung konnte in der Nacht nicht mehr behoben werden. Der Ersatzverkehr zwischen Seelhorster Friedhof und Messegelände blieb bis in den Morgen bestehen.


In Groß-Buchholz musste die Feuerwehr Höhenretter einsetzen: Der Sturm hatte von einem Gerüst an der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe im Stilleweg Wetterschutzplanen an einem Gerüst teilweise abgerissen. Die Höhenretter nahmen die Planen ab, damit sie nicht auf die Stadtbahngleise der Linie 7 und dem Messeschnellweg wehen konnten.

Weitere größere Schäden gab es am Abend zunächst nicht. Ein Feuerwehrsprecher sprach von wenigen kleineren Einsätzen: "Bisher hält es sich in Grenzen." Insgesamt 27 Mal musste die Feuerwehr in der Region Hannover zu wetterbedingten Einsätzen - oft handelte es sich um abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume - ausrücken. Es wurden keine Menschen verletzt. Insgesamt entstand durch das Unwetter in der Landeshauptstadt ein Sachschaden von rund 112 000 Euro.

Einsätze in Niedersachsen

Große Schäden blieben auch landesweit aus, es kam zu mehr als 100 Einsätzen im Land. Vor allem im Emsland und in der Region Osnabrück stürmte es seit dem Nachmittag heftig. Polizei und Feuerwehr mussten vereinzelt ausrücken, um umgestürzte Bäume zu beseitigen. Verletzte habe es aber nicht gegeben, sagte ein Polizeisprecher in Osnabrück. An der Nordseeküste und im Harz blieb es bis zum Abend anders als zunächst angekündigt vergleichsweise ruhig.

In Bremen stürzte am Nachmittag ein sieben Meter hoher Baum auf einen stehenden Zug. Verletzt wurde dabei niemand, teilte die Feuerwehr mit. In dem Zug saßen etwa 50 Reisende. Nachdem der Strom in der Oberleitung abgeschaltet worden war, zersägte die Feuerwehr den Baum mit einer Kettensäge und transportierte ihn ab. Der Zug konnte seine Fahrt danach fortsetzen.

Für den Brocken im Harz erwartete der Wetterdienst in der Nacht Sturmböen in Orkanstärke. Auf dem mit 1141 Meter höchsten Berg Norddeutschlands hatte es schon in der Nacht zum Donnerstag heftig geweht. In Spitzen erreichte der Wind knapp 100 Stundenkilometer.

Ausfälle an Flughäfen

An Flughäfen im Norden kam es am Donnerstag zu Flugausfällen. KLM strich jeweils zwei Hin- und Rückflüge von Amsterdam nach Hamburg und Hannover sowie ein Flugpaar nach Bremen. British Airways strich zudem ein Flugpaar von London nach Hamburg aus dem Plan. Grund war eine wegen des Sturms reduzierte Zahl von Starts und Landungen in Heathrow, wie die Airline mitteilte.


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Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok