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Meine Stadt Hannover: Axel von der Ohe neuer Stadtkämmerer
Hannover Meine Stadt Hannover: Axel von der Ohe neuer Stadtkämmerer
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00:16 21.05.2017
Das ist Hannovers neuer Kämmerer: Axel von der Ohe. Quelle: Wilde
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Hannover

Erwischt. Axel von der Ohe hatte  keine Zeit aufzuräumen. Darum liegen hinter seinem Schreibtisch noch die roten Joggingschuhe. Müsste er jetzt keine Fragen beantworten zu seiner neuen Zukunft als Stadtkämmerer, könnte der 40-Jährige sich schnell mal umziehen und um den Maschsee flitzen. Das mag er, denn es macht den Kopf frei.
Für die Laufrunden wird in den kommenden Wochen nicht viel Gelegenheit bleiben. Von der Ohe wird auf Vorstellungstour gehen müssen. Bei seinen Mitarbeitern und in den vielen Unternehmen, die zum Konzern Stadt gehören.

„Spannend“ nennt der gebürtige Wolfsburger den neuen Job. Nach acht Jahren als Leiter der Zentralen Steuerung bei der Region Hannover freut sich der Sozialdemokrat, der Politik und  Literaturwissenschaft studierte, auf eine neue Herausforderung. „Ich hätte mir nicht vorstellen können, meine Aufgaben bei der Region bis zum Ende meines Berufslebens zu machen“, sagt er. „Da ist es doch geradezu ideal, eine wachsende Stadt mitgestalten zu können.“ Er erinnere sich noch gut daran, dass man Hannover etwas ganz anderes prophezeit hatte: „Vor 20 Jahren wurde noch der mögliche Rückbau kommunaler Infrastruktur diskutiert.“

 Bekannte und Kollegen des 1,93 Meter großen schlanken  Mannes schildern ihn als klug und strategisch denkend. Etliche halten ihn für karriereorientiert. Nein, das sei er nicht, versichert von der Ohe. Aber ungeheuer wissbegierig.  Außerdem: „Ich arbeite gern. Das ist die beste Voraussetzung dafür, dass man es ordentlich macht.“ Und das wiederum ist wohl die beste Voraussetzung für die Karriere.

Die ist bei dem Lindener gradlinig verlaufen. Ganz amAnfang, nach dem Studium, habe er mit einer akademischen Laufbahn geliebäugelt, sagt er. „Aber das ist eigentlich ein bisschen einsam.“ Lieber also eine Aufgabe an der Schnittstelle von Administration und Politik, zuletzt als wichtigster Mann für  Regionspräsident Hauke Jagau.
Wie will von der Ohe umschalten von Jagau auf OB Stefan Schostok. von der Region auf die Stadt? „Kein Problem“, meint er. Die Stadt sei schließlich Teil der Region und alles andere eine Frage der Loyalität.

Der Einarbeitung im neuen Job kommt es zu Gute, dass die Stadt erstmals einen Doppelhaushalt aufgelegt hat. Von der Ohe weiß, dass zu den ersten Aufgaben für ihn gehören wird, dass Investionsmemorandum  umzusetzen. 500 Millionen Euro sollen in den kommenden zehn Jahren in Infrastruktur und Bildung fließen. Außerdem hat er sich vorgenommen, den Zuwendungskatalog zu durchforsten und  –  „natürlich“ – das Konzept für mehr Sicherheit umzusetzen, das Schostok demnächst vorstellen wird.
Klingt nach viel Arbeit und wenig Vergnügen. Aber stimmt so nicht. Das beweisen die roten Sneaker hinterm Schreibtisch und die bunten Bilder an der Wand. Die haben ihm seine Kinder Greta (6) und Jakob (3) gemalt. „Wir wohnen in Linden“, erzählt von der Ohe und rückt dann am Ende sogar noch Privateres raus: Seine Frau Caroline, von Beruf Lehrerin,  habe er schon im Zivildienst kennengelernt.

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