Navigation:
|
Luftfahrt

Hannover: Ausstellung über Pilotin Elly Beinhorn

Mit spektakulären Flügen nach Afrika und Lateinamerika sorgte die Luftfahrtpionierin Elly Beinhorn in den 1930er Jahren für Schlagzeilen. Das Luftfahrt-Museum in Laatzen würdigt ab heute mit einer Ausstellung die couragierte Hannoveranerin. Zentrale Attraktion der bis Ende März dauernden Ausstellung ist eine auf Beinhorns Namen getaufte Me 108 "Taifun" der Lufthansa-Stiftung. Bernd Rosemeyer junior erzählt im Gespräch mit der Neuen Presse, wie er seine Mutter Elly Beinhorn erlebt hat.

Man nennt Ihre Mutter bis heute Fliegerass, Powerfrau, Star – wie würden Sie sie in wenigen Sätzen beschreiben?

Sie war schon eine ganz besondere Persönlichkeit. Sie ist sicher – auch für mich – ein zeitloses Vorbild. Ich war immer stolz auf sie. Sie hatte Zielstrebigkeit, Mut und Durchsetzungsvermögen in einer Zeit, in der das besonders schwer war, denn das war ja eine frauenfeindliche Zeit. Sie hatte auch das, was alle großen Persönlichkeiten ausmacht: Sie blieb bei allem Ruhm bescheiden. Und sie war ja eine schöne Frau – so ein Audrey-Hepburn-Typ. Abgesehen davon sind Mütter aber eben auch ganz normale Mütter.

Sie waren der einzige Mann – außer Ihrem Vater –, den sie mit an Bord nahm. Hat die Fliegerei auf Sie abgefärbt?

Sie hat mich zu Vortragsreisen und anderen Gelegenheiten in einer Piper mitgenommen. Ich bin aber nie selbst geflogen, weil sie fand, in Deutschland sei alles durch Vorschriften zu eng begrenzt. Hätten wir in Amerika gelebt, wäre ich sicher geflogen.

Gelegentlich waren Ihre Flüge aber auch unorthodox?

Anfangs mussten wir manchmal sehr tief fliegen, weil es ja noch keine Karten und technischen Hilfsmittel gab. So hat sie sich zum Beispiel an Bahnlinien und Schildern an Bahnhöfen orientieren müssen.

Woher hatte Ihre Mutter dieses Durchhaltevermögen?

Ein wichtiger Grund war sicherlich, dass sie ein Einzelkind war. Sie hat oft Freundinnen beneidet, die nach dem Spielen nach Hause gingen und dort Geschwister mit viel Trubel um sich herum hatten. Sie betonte oft, dass sich daraus ihr Fernweh entwickelt hat.

Was haben Sie von Ihrer Mutter fürs Leben mitgenommen?

Sie hat mich zum Beispiel dazu gedrängt, mein Abitur zu machen, obwohl ich ein jämmerlicher Schüler war. Diese Sturheit hat sie erfolgreich in der Familie durchgesetzt und weitergegeben.

War Ihre Mutter stolz auf Ihre Karriere?

Das war sie. Tatsächlich ist sie mal gefragt worden, ob sie etwas mit diesem Professor Rosemeyer zu tun hat. Man kannte ihren Namen, aber sie wurde auf der Straße nicht so erkannt wie etwa meine Schwiegermutter Luise Ullrich als Schauspielerin.


Anzeige
Bildergalerien Alle Galerien
Was halten Sie von einem Rauchverbot im Auto?

City Click

"Märchenhafte Stimmung über dem Tiergarten" - so betitelte NP-Leserin Catharina Cordes ihr Foto. In der Tat: Ein märchenhaftes Bild.

zur Galerie

Schicken Sie uns Ihren City Click!

Haben Sie ein tolles Motiv fotografiert? Die Redaktion wählt mehrmals pro Woche die schönsten Leserfotos aus und veröffentlicht sie in der City Click Galerie.

Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok