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Gewaltige Investitionen geplant

Hannover: Ausschuss vertagt Ja zu neuem Fössebad

Der städtische Finanzausschuss muss sich zu einer Sondersitzung treffen. Eine Entscheidung über den Neubau des Fössebades hat er vertagt.

HANNOVER. Erst waren unterschiedliche Positionen zum Freibad das Problem, jetzt hakt es mit der Terminplanung: Der Ausschuss für Finanzen hat gestern die Entscheidung über den Neubau des Fössebades vertagt. Die AfD meldete Beratungsbedarf an.

Eigentlich soll die geplante Investition von 20 Millionen Euro in der Ratssitzung am Donnerstag, 28. September, beschlossen werden. Damit das klappt, muss sich der Ausschuss zuvor zu einer Sondersitzung treffen. Wie die NP berichtete, hatte sich die Ampelkoalition darauf verständigt, über die Baukosten für ein Freibad 2019 zu entscheiden. Damit dem nichts im Wege steht, will die Verwaltung jetzt doch auf Wohnbebauung auf dem Gelände verzichten. Es heißt offiziell dazu, die nähere Umgebung genüge nicht den rechtlichen Anforderungen an ein Baugebiet. Das wiederum eröffne „„weitergehende Nutzungspotenziale des familienfreundlichen Bads“.

Dem Neubau des Misburger Bades (16,5 Millionen Euro) hat der Ausschuss zugestimmt. Kommen soll ein 25-Meter-Becken, ein Lehrschwimmbad, ein Kinderbecken, Kiosk und Sauna. Nicht vorgesehen sind derzeit Fitnessstudio und Physio-Praxis. Der Freibadbereich wird neu gestaltet.

Beide Neubauten sind Bestandteile eines riesigen Investitionspakets. 520 Millionen Euro zusätzlich sollen innerhalb von zehn Jahren in Hannovers Infrastruktur fließen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Bereich Bildung (Neubau und Sanierung von Schulen und Kitas). Stadtkämmerer Axel von der Ohe berichtete, dass bis zum Jahr 2029 1100 neue Schulplätze entstehen (davon 570 durch das Programm „500plus“) sowie 680 Kita-Plätze (davon 260 zusätzliche).

Die meisten Ratsfraktionen bedankten sich bei der Stadt für die genaue Terminplanung und die Liste. Nur die CDU monierte, eigentlich seien alle Beschlüsse längst getroffen und es stecke „nicht viel Neues drin“. Die Kritik von Fraktionsvize Kerstin Seitz löste eine sehr hitzige Diskussion aus, in der sogar Gerhard Wruck (von den rechtspopulistischen „Die Hannoveraner“) das Konzept der Stadt „beeindruckend und gewaltig“ nannte.
 

Von Vera König


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