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Meine Stadt Hannover: Aus Stadtwerken wird Enercity
Hannover Meine Stadt Hannover: Aus Stadtwerken wird Enercity
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00:18 13.11.2017
DIALOGBEREIT: Noch-Stadtwerke-Chefin : Susanna Zapreva mit Mister Pepper, dem Roboter im Kundencenter.  Quelle: Foto: Wallmüller
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Hannover

Die Stadtwerke Hannover treten bald mit neuem Namen an: Die Enercity AG soll Kunden begeistern. „Eine perfekte Plattform für deutschlandweites Wachstum“, sagt Chefin Susanna Zapreva zur moderneren Marke.

Die Umbenennung zum März geht einher mit noch mehr Wandel. Schon ab Januar liefert der Energieversorger allen Kunden (bis auf die industriellen) Ökostrom. Und zwar ohne Aufpreis, unabhängig vom gewählten Tarif. Außerdem kommt für klimaschutzinteressierte Kunden ein neues Öko-Gas-Produkt auf den Markt.

Durch den Verkauf des Kraftwerks Mehrum und den Erwerb eines Windparkentwicklers wird bei der Stromerzeugung der Anteil erneuerbarer Energien von derzeit 16 auf knapp 40 Prozent steigen. Im Wärmebereich liegt er bei knapp 29 Prozent.

Zapreva meldete bei der Quartalsbilanz stabile Netzabsätze sowie wachsenden Energiehandel und -vertrieb. Die Umsatzerlöse sind um 6,7 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro in die Höhe geschnellt. Das Ergebnis vor Steuern wird nach derzeitigem Stand 63,4 Millionen Euro ausmachen – 3,9 Prozentpunkte mehr als geplant.

Die wirtschaftliche Stabilität schaffen die Noch-Stadtwerke bei gewaltigen Investitionen in Netzausbau und Windenergie. Im dritten Quartal des Vorjahres hatten die bei 62,6 Millionen Euro gelegen – heute sind es 225 Millionen Euro.

Grüne Wärme wird zum Synonym für die hannoverschen Leistungen auch in Hamburg. Im Oktober hat Enercity mit dem Bau der Fernwärmeleitung für Hamburgs größte industrielle Abwärmenutzung gestartet. Die östliche Hafen-City wird von September 2018 an mit Abwärme aus dem Werk des Kupferproduzenten Aurubis versorgt. In Hannover punktet der Energieversorger bald mit 600 neuen Ladepunkten und dem Ausbau zur bedeutendsten deutschen E-Mobilitätsstadt (NP berichtete).

Das sind Aussichten, die vielen im Aufsichtsrat ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Damit das auch den Kunden passiert, wird im Kundencenter an der Ständehausstraße der Roboter „Mr. Pepper“ eingesetzt. Er hilft am Empfang, stellt die Marke vor und schätzt auf Anfrage das Alter. Das von Susanna Zapreva auf 23 Jahre. Der Tag war gerettet!

Von Vera König

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