Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Hannover: Auf Hochwasser folgt Mückenwelle
Hannover Meine Stadt Hannover: Auf Hochwasser folgt Mückenwelle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 04.08.2017
Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

 „In diesem Sommer sind ganz besonders viele Mücken unterwegs“, heißt es aus dem Regionsfachbereich Gesundheit.

Die Insekten nerven beharrlich, rauben nachts den Schlaf, stören an Sommerabenden auf der Terrasse, pieksen und verursachen juckende Hautrötungen. Aber es gibt in diesem Zusammenhang auch eine gute Nachricht: Niemand in der Region müsse Angst vor gefährlichen Infektionskrankheiten wie Dengue-Fieber und Zika-Virus haben, die von den fliegenden Blutsaugern übertragen werden.

„In der Region Hannover sind wir von diesen Mückenarten noch nicht heimgesucht“, sagt Constanze Wasmus, Leiterin des Teams Allgemeiner Infektionsschutz und Umweltmedizin. In Niedersachsen wurde bisher nur die Asiatische Buschmücke nachgewiesen: 2013 wurden Funde dieser ursprünglich in Japan, Korea und Südchina beheimateten Art nahe Hannover und Hildesheim gemeldet.

„Rein theoretisch kann diese Mücke exotische Krankheiten übertragen. Tatsächlich wurde bisher nicht nachgewiesen, dass eine der gefundenen Mücken krankmachende Viren übertragen hat“, sagt Wasmus. Denn in der Regel würden nicht Mücken Krankheiten wie West-Nil-Fieber, Dengue-Fieber sowie Zika- oder Gelbfieber-Viren nach Deutschland bringen. „Die Infektionserreger werden von Menschen oder anderen Tieren eingeschleppt und dann von den Mücken weiterverbreitet“, erklärt Wasmus.

Trotzdem suchen einige Experten derzeit auch in der Region nach der Asiatischen Tigermücke. Sicherheitshalber, „weil sie als Überträger diverser Erreger in Erscheinung getreten ist“, sagt Holger Scharlach, Sprecher des Landesgesundheitsamtes.

Dazu habe seine Behörde vier Mückenfallen aufgestellt. Die stehen am Landesgesundheitsamt (Linden-Süd), in Sehnde, Ahlten (Lehrte) und eine sogar in Wilhelmshaven. Der Standort nahe am Meer sei gewählt worden, weil Tigermücken auch auf Frachtern nach Deutschland kommen könnten. Doch für die Region Hannover bestehe derzeit offenbar keinerlei Gefahr.

Generell allerdings, so der Sprecher weiter, sollten Bürger nach einem Mückenstich „einen Arzt aufsuchen, wenn Krankheitssymptome wie Fieber oder Unwohlsein auftreten, der Stich eine allergische Reaktion hervorruft oder sich entzündet“.

Von Andreas Körlin

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige