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Hannover, 05.09.2015: Sommerfest im Flüchtlingsheim Eichenweg, Ministerpräsident Stephan Weil wird von Bewohnern des Heimes, der Flüchtlingsinitiative Bothfeld und den Jusos Bothfeld begrüsst. Foto: Michael Wallmüller

Sommerfest im Flüchtlingsheim Eichenweg, Ministerpräsident Stephan Weil wird von Bewohnern des Heimes, der Flüchtlingsinitiative Bothfeld und den Jusos Bothfeld begrüsst.© Michael Wallmueller

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Flüchtlinge

Hannover: Angekommen im „schönen Land“

Es ist ein besonderes Stück Papier, dass Hossein Saadatmand dem Ministerpräsidenten Stephan Weil in die Hand drückt. Besonders, weil es ein Symbol ist, dass Vergangenes vielleicht wirklich in der Vergangenheit liegt.

Hannover. Sommerfest des Flüchtlingsheims Eichenweg (Bothfeld): Weil will sich die fertige Einrichtung an diesem Sonnabend ansehen. Die Flüchtlinge sind begeistert, viele schießen Fotos. Und Saadatmand überreicht seinen Brief. „Danke Gott, dass ich in einem so schönen Land bin“; steht darin. Die Leute würden ihn unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe und Religion mögen. „Ich hoffe, dass ich auch für die anderen ein guter Mensch bin.“ Dann bedankt er sich noch bei Nachbarn, der Stadt, Sozialarbeitern.

Das Flüchtlingsheim war – wie viele – zuerst umstritten. Es gab einen Brandanschlag im August auf den Rohbau. Rechte hatten die Sprecherin der Flüchtlingsinitiative Bothfeld massiv bedroht.

Ein anderes Bild beim Sommerfest. Viele Nachbarn sind gekommen, inzwischen findet dienstags immer gemeinsames Kaffeetrinken mit Interessierten statt. Weil würdigt das, lobt „die große Hilfsbereitschaft“, die er in Hannover und Niedersachsen erlebe. Seit dem Zweiten Weltkrieg habe es nicht mehr so viele Flüchtende gegeben – „wir haben die Möglichkeit, in dieser schwierigen Situation zu helfen“.

Im direkten Gespräch zeigten sich die Sorgen der 50 Bewohner. Sie wünschen sich WLAN, damit sie Kontakt zur Heimat aufnehmen können. Und vor allem Sicherheit: Ali (25) aus dem Sudan will vom Ministerpräsidenten wissen, warum es so lange dauert mit den Entscheidungen über Asyl. Weil erklärt ausführlich die schwierige Situation – Syrien sei vollständig Kriegsgebiet, Sudan nicht. Deswegen müsse geprüft werden. „Ich weiß, das ist unbefriedigend, aber wir müssen das so machen.“


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