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Verkehr

Hannover: Ampel-Chaos am Steintor

Die Ampeln am Steintor funktionierten nicht so wie gewünscht, zeigten regelmäßig falsche Signale. Die für den Umbau der D-Linie zuständige Infra hat darauf reagiert – und diese kurzerhand abschalten lassen. Am 20. November müssen die Ampeln allerdings wieder funktionieren. Dann sollen wieder Autos am Steintor rollen.

Hannover. Mal zeigte die Ampel Rot, wenn sie Grün zeigen sollte. Mal Grün, wenn sie Rot zeigen sollte. Manchmal sogar in beiden Richtungen Rot – oder eben Doppel-Grün. Die für den Umbau der D-Linie verantwortliche Infra hat dem Lichtsignalchaos am Steintor nun ein Ende gemacht. „Wir haben Ampeln, die wir nicht dringend brauchen, abschalten lassen“, sagt Jürgen Wendt, der bei der Infra für die Baustelle zuständig ist.

Am Übergang aus der Langen Laube auf den Steintorplatz müssen sich Radfahrer, Fußgänger sowie die Bahnen der Üstra nun miteinander arrangieren. Konsequenz: Die Züge der Linien 10 und 17 dürfen sich dem Übergang nur noch mit 15 Kilometern pro Stunde nähern, fahren auf Sicht.

Viel verändert hat sich für die Stadtbahnen dadurch jedoch nicht. Sie mussten auch schon vorher langsam fahren, weil Fußgänger die verwirrenden Ampelsignale schon längst nicht mehr beachteten. „Teilweise kommt es zu Verspätungen. Sie bewegen sich im Bereich von einer bis mehreren Minuten“, berichtet Üstra-Sprecher Udo Iwannek.

Es hätten allerdings „schon Verbesserungen stattgefunden“. Zu den Problemen, die es noch gibt, sei man in „intensivem Austausch mit der Infra, der Stadt und den Baufirmen“. Spätestens, wenn wieder Autos am Steintor fahren dürften, sollten die Ampelschaltungen funktionieren, hofft die Üstra.

Laut Infra wird das am 20. November passieren: Für das Weihnachtsgeschäft wird dann die Baustelle soweit wie möglich eingemottet. Erst im Frühjahr soll es mit den Arbeiten weitergehen. Infra-Mann Wendt wirbt jedoch schon jetzt um Verständnis, falls es noch zu kleineren Problemen kommen sollte. „Wir können nicht alles simulieren. Vieles können wir erst im laufenden Betrieb richtig einstellen“.

Schwierigkeiten macht auch noch die Weiche am neuen Endpunkt Raschplatz. Anfangs musste diese sogar per Hand bedient werden. „Das bearbeiten wir zusammen mit der Firma Siemens und gehen davon aus, dass wir das bis zum 20. November im Griff haben“, sagt Wendt.

von Christian Bohnenkamp


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