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BRAND: Die Feurwehr war in der Nacht in Ahlem im Großeinsatz.© Christian Elsner

Löscharbeiten

Hannover-Ahlem: Großbrand in Autowerkstatt

In der Nacht zu Sonntag brannte das Werkstattgebäude eines Kraftfahrzeugbetriebes im Stadtteil Ahlem völlig aus. Durch einen Großeinsatz der Feuerwehr konnte das Verwaltungsgebäude gerettet werden. Während der Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann leicht. Es entstand Sachschaden in Millionenhöhe.

Hannover. Schock am Abend im Stadtteil Ahlem: Um 03:18 Uhr meldeten mehrere Anrufer zunächst eine Rauchentwicklung aus einem Hallentor einer Autowerkstatt - und kurz danach auch Flammen aus dem Dach der Autowerkstatt in der Straße Am Bahndamm. Der kurze Zeit später eintreffende Löschzug der Feuer- und Rettungswache 2 sah die Flammen schon bei der Ankunft lodern in der 800m² großen Halle. Sofort wurden weitere Einsatzkräfte nachgefordert und die Alarmstufe 3 (von fünf möglichen) ausgelöst. Die Regionsleitstelle alarmierte insgesamt drei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehren Ahlem, Stöcken, Davenstedt und Vinnhorst sowie mehrere Spezialfahrzeuge in das Gewerbegebiet im Westen Hannovers.

Einsatztrupps der Feuerwehr bekämpften den Brand mit insgesamt fünf handgeführten Rohren und einem Wasserwerfer in der großen Werkstatthalle. Das Löschwasser führten die Brandbekämpfer aus mehreren Hydranten der umliegenden Straßen heran. Die Löscharbeiten waren zunächst nicht über Drehleitern möglich, da direkt über dem brennenden Gebäude eine stromführende Hochspannungsleitung verläuft. Erst als Techniker des Energieversorgungsunternehmens diese abgeschaltet hatten, konnten Einsatztrupps auch von oben löschen. In den zehn KFZ-Stellplätzen mit Arbeitsbühnen brannten drei Personenwagen. Da durch das Feuer beschädigte Teile des Daches einstürzten, konnte ein innenliegender Lagerraum mit Betriebsmittel und Reifen nur schwer mit Löschwasser erreicht werden. Hier öffneten Feuerwehrleute metallische Wandverkleidungen mit Hilfe von Motortrennschleifern und setzte ein Schaumrohr zur Brandbekämpfung ein.

Der Brandrauch breitete sich in östliche Richtung über die angrenzenden Gewerbebetriebe und Bahnanlagen sowie Richtung der Wohngebiete in Ahlem und Limmer aus. Während speziell geschulte Einsatzkräfte mit Messgeräten die Ausbreitung des Brandrauches außerhalb des Betriebsgeländes überwachten und anhand der Feststellungen bewerteten, erfolgten Warndurchsagen über die Radiosender. Bewohner sollten sich möglichst nicht im Freien aufhalten und die Fenster schließen. Die Messung ergaben zu keiner Zeit Überschreitungen der Grenzwerte, auch wenn teilweise beißender Geruch außerhalb des Betriebsgeländes wahrnehmbar war.

Erst um 05:30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und eine weitere Ausbreitung konnten ausgeschlossen werden. Durch den schnellen und gezielten Einsatz der Feuerwehr konnte das direkt angrenzende Verwaltungsgebäude vor den Flammen geschützt werden. Eine ebenfalls direkt mit dem Werkstattgebäude verbundene PKW-Waschanlage wurde durch Rauch und Hitze beschädigt. Um 06:05 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Notwendige Kontrollen und Nachlöscharbeiten an Glutnestern werden voraussichtlich bis zum Sonntagmittag dauern.

Der Werkstattbereich für PKW sowie das damit verbundene Betriebsmittel- und Reifenlager brannten vollständig aus. Der Sachschaden beträgt nach ersten groben Schätzungen der Feuerwehr mindestens eine Millionen Euro. Zur Brandursache liegen der Feuerwehr keine Erkenntnisse vor. Ein Feuerwehrmann verletzte sich bei den Löscharbeiten leicht und musste in ein Krankenhaus transportiert werden.

Die Feuerwehr Hannover war insgesamt mit 31 Fahrzeugen und 94 Einsatzkräften vor Ort im Einsatz.


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