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Meine Stadt Hannover: Ärztehaus ist klinisch tot
Hannover Meine Stadt Hannover: Ärztehaus ist klinisch tot
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00:16 26.09.2016
UNHEILBAR MARODE: Das Ärztehaus an der Berliner Allee, vor 50 Jahren erbaut, steht dauerhaft im Grundwasser. Zudem wurden seinerzeit reichlich Schadstoffe verbaut, die bei einer Sanierung freigesetzt werden würden. Die Ärztekammer denkt daher über einen Neubau nach.Foto: Dröse Quelle: Rainer Droese
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Das Haus aus dem Jahr 1966 ist sanierungsbedürftig. „Es steht dauerhaft im Grundwasser, etwa zwischen 30 und 60 Zentimetern“, so Noordmann. Das sei vor allem für die Hauselektrik ein Problem. Eine Sanierung, um das Problem zu beheben, ließe sich wirtschaftlich nicht darstellen. Hinzu kommt, dass der Bau aus Asbestzement besteht. Auch Formaldehyde und mineralische Dämmstoffe seien gefunden worden. Bei einer Sanierung sei das Problem, dass all die Schadstoffe freigesetzt würden. Zwei unabhängige Gutachter-Teams hätten die Mängel festgestellt (NP berichtete).

Es klingt merkwürdig, aber so ganz ungelegen kommt der Ärztekammer das Bauproblem nicht. Der Landesrechnungshof hatte die hohen Rücklagen kritisiert (21,9 Millionen Euro). Die Kammer hatte deshalb mehrfach die Pflichtbeiträge der Ärzte rabattiert. Für die nächsten Jahre komme das nicht mehr in Frage, so Kammerpräsidentin Martina Wenker. „Da das Gebäude in einem schlechteren Zustand ist als erwartet, haben wir die Baurücklagen aufgestockt“, erklärt Hauptgeschäftsführer Professor Nils Frühauf. Zurzeit liegen 9,1 Millionen Euro für das neue Quartier auf der hohen Kante.

Und das wird sicher nicht reichen. Allein der Abriss des 50 Jahre alten Gebäudes könnte bis zu vier Millionen Euro kosten, sagt Noordmann. Über die Kosten für ein neues Gebäude ließe sich zum jetzigen Zeitpunkt seriös nichts sagen. In der Ärztekammer arbeiten derzeit 150 Mitarbeiter, die Bürofläche beträgt etwa 10 000 Quadratmeter. Zum Zeitplan meinte der Hauptgeschäftsführer: „Je schneller, desto besser.“ Klar ist, dass das Grundwasserproblem und die notwendige zwischenzeitige Unterbringung der Mitarbeiter gegen einen Neubau am Standort sprechen. Die Ärztekammer ist unter anderem für die Fort- und Weiterbildung der Ärzte zuständig. Sie zählt rund 40 000 Mitglieder. „Ich bin sicher, dass wir auch noch in 20 Jahren die ärztliche Selbstverwaltung haben“, sagt Kammerpräsidentin Martina Wenker.

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