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Ausgebremst: 96-Chaoten stoppten einen ICE auf der Rückfahrt aus Mainz.

Ausgebremst: 96-Chaoten stoppten einen ICE auf der Rückfahrt aus Mainz.
 © Symbolbild

Fussball-Randale

Hannover-96-Chaoten stoppen ICE

Nach dem ersten Auswärtsspiel bei Mainz 05 sind etwa 300 Fußball-Chaoten von Hannover 96 auf der Rückfahrt mit dem ICE übel aufgefallen. Die Randalierer sollen unbeteiligte Fahrgäste so massiv angepöbelt und belästigt haben, dass der Zugchef den ICE drei Stunden lang stoppte.

Hannover.  Geht es nicht ohne Randale? Etwa 300 Fußball-Chaoten von Hannover 96 haben sich auf der Rückfahrt mit dem Zug vom Auswärtsspiel in Mainz so daneben benommen, dass ein ICE bei Fulda rund drei Stunden angehalten werden musste. Nur unter Begleitung einer Einheit der Bundespolizei durfte der Zug nach Hannover fahren. Die Krawallmacher sollen unbeteiligte Fahrgäste angepöbelt und belästigt haben. „Darunter waren etwa 250 Risikofans“, erklärt Martin Ackert, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Hannover.

Die selbst ernannten „Fans“ von Hannover 96 machen offenbar in der neuen Spielzeit so weiter wie in der alten und bei der Saison-Vorbereitung: mit Randale. Die Chaoten hatten am Sonnabend auf der Rücktour aus Mainz den ICE benutzt und waren in Frankfurt in eine Fahrscheinkontrolle geraten. Die meisten hatten keine gültigen Tickets. Wer nicht nachlösen wollte oder konnte, musste aussteigen, der Rest fuhr in Richtung Heimat weiter.

Dabei sollen sich die Chaoten kräftig daneben benommen haben. In den Wagen wurde geraucht, gesoffen, gegrölt und gepöbelt. Andere Fahrgäste wurden so massiv belästigt, dass der Zugchef den ICE bei Fulda anhalten ließ und die Weiterfahrt verweigerte. Zunächst musste die lokale Polizei vor Ort einschreiten und im Zug für Ruhe sorgen.

„Die Weiterfahrt fand nur unter polizeilicher Begleitung statt“, sagt Ackert. Dafür musste eigens aus Koblenz eine Einheit der Bundespolizei angefordert werden. Mit den Beamten an Bord ging nach drei Stunden weiter nach Hannover. Was die Lage besonders brisant machte: Im ICE befanden sich auch 13 Bremer Fans – 96-Anhäger pflegen mit Werderanern eine Feindschaft.

Wegen der 96-Chaoten mussten alle Reisenden in Kauf nehmen, dass ihr Zug statt kurz vor 23 Uhr erst gegen 2.40 Uhr im Hauptbahnhof Hannover einrollte.

Von Britta Mahrholz

Fulda

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